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Sustainable Development Initiative (SDI)


Hintergrund und Zielsetzung

Die Förderung nachhaltiger Entwicklung ist ein übergreifendes Ziel der internationalen Kooperation unter Artikel 6 des Pariser Abkommens. Zugleich besteht jedoch keine Einigkeit darüber, wie die Vorgaben zu Nachhaltiger Entwicklung unter Artikel 6 zu interpretieren und umzusetzen sind. Auch mangelt es häufig an einem umfassenden Verständnis der Synergien und Zielkonflikte zwischen Klima- und Entwicklungszielen, die häufig länder- und kontextspezifisch sind. Werkzeuge und Ansätze, die Vertragsstaaten und Stakeholder bei der Bewertung der Nachhaltigkeitswirkungen von Klimaschutzmaßnahmen unter Artikel 6 auf vergleichbare und strukturierte Weise unterstützen, gibt es noch nicht.

Mit dem Ziel, die Ansichten der Vertragsstaaten und anderer Stakeholder zur Operationalisierung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsvorgaben für Artikel 6 zu erforschen, wurde 2017 die Sustainable Development Initiative (SDI) ins Leben gerufen. 

Aufbauend auf technischen Arbeiten, Forschung und Analysen präsentiert die SDI Optionen zur Operationalisierung der Artikel 6-Bestimmungen zu nachhaltiger Entwicklung. Die Initiative verfolgt darüber hinaus das Ziel, einen inklusiven Dialog zu fördern, der die Überlegungen zu nachhaltiger Entwicklung sowie den Aufbau und die Umsetzung von Instrumenten und Ansätzen in der internationalen Kooperation unter Artikel 6 stärkt. 

Umsetzung

Die Initiative ist eine Zusammenarbeit von UNEP DTU Partnership und der Gold Standard Foundation, die derzeit von Finnland, Deutschland, Norwegen und Schweden unterstützt wird. In den ersten zwei Jahren ihrer Tätigkeit entwickelte die SDI Optionen und Textvorschläge, die darauf abzielen, die Rolle von nachhaltiger Entwicklung in der marktbasierten Zusammenarbeit zu stärken. Diese Textvorschläge wurden mit den Vertragsstaaten in einer Reihe von Gesprächsrunden und Workshops diskutiert. Daneben werden auch Rückmeldungen aus der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor eingeholt. Die Textvorschläge bilden nach wie vor einen Schwerpunkt der Initiative, um die Vertragsstaaten dabei zu unterstützen, die Verhandlungen auf der COP26 in Glasgow zu einem guten Ergebnis zu führen. Darüber hinaus verfolgt die SDI nun das Ziel, zu demonstrieren, wie Nachhaltigkeitsvorgaben die Ausgestaltung und Umsetzung von Artikel 6-Maßnahmen in der Praxis anleiten kann. Hierfür wendet die Initiative Ansätze und Tools zur Nachhaltigkeitsbestimmung im Rahmen von Artikel 6-Pilotvorhaben an und sammelt die hierbei gemachten Erfahrungen, damit diese in die Ausgestaltung der neuen Marktmechanismen einfließen können.

Meilensteine und Ausblick

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 hat das SDI den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Vertragsstaaten unterstützt und dazu beigetragen, die Operationalisierung von Nachhaltigkeitsvorgaben sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu verbessern. Die von der Initiative organisierten Gesprächsrunden sind in einer Reihe von Policy Briefs zusammengefasst, die jeweils das Kernthema umreißen, für Artikel 6 relevante Überlegungen beschreiben und Textempfehlungen für Nachhaltigkeitsvorgaben vorlegen.

Wenngleich es erste Anzeichen dafür gibt, dass es in den letzten Jahren deutliche Fortschritte im Bereich nachhaltige Entwicklung gegeben hat, besteht weiterhin Bedarf an Bewusstseinsbildung über die Zusammenhänge zwischen Klima- und Entwicklungszielen. Dies gilt insbesondere für die Frage, wie Synergien gefördert und Zielkonflikte vermieden werden können. Vor diesem Hintergrund setzt die SDI ihre Arbeit zur Förderung starker Nachhaltigkeitsvorgaben fort. Dabei kombiniert sie einen von den Vertragsstaaten getragenen Politikdialog, die Erprobung von Instrumenten und Ansätzen mit Öffentlichkeitsarbeit und strategischen Partnerschaften, die zum Aufbau einer Community of Practice beitragen sollen.

 

Sustainable Development Initiative (SDI)

Rolle des BMU: Forschungsförderung

Laufzeit: seit 2017

Umsetzung: UNEP DTU Partnership

Weitere Beteiligte: Gold Standard Foundation

Kontakt: Karen Holm Olsen, kaol@dtu.dk

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