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Anreize für die Paludikultur zur Umsetzung der Klimaschutzziele 2030 und 2050

Foto: Achim Schäfer DUENE e.V.

Foto: Achim Schäfer DUENE e.V.

Hintergrund und Zielsetzung

Nach dem Klimaaktionsplan 2050 der Bundesregierung soll der Landnutzungssektor (LULUCF) bis 2030 eine Netto-Kohlenstoffsenke bleiben und bis 2050 zu einer effektiveren Senke ausgebaut werden. Das heißt, dass der Sektor langfristig mehr CO2 aufnehmen als ausstoßen soll. Da dieses Ziel nach offiziellen Prognosen in den kommenden Jahren nicht erreicht werden wird, sind in Deutschland ambitioniertere Maßnahmen zur Reduzierung der bestehenden Treibhausgasemissionen und zur Sicherung der Senkenkapazität im Landnutzungssektor erforderlich. Durch die großflächige Wiedervernässung von Mooren könnte der Landnutzungssektor als Netto- Kohlenstoffsenke erhalten werden. Darüber hinaus kann die Land- oder Forstwirtschaft auf wiedervernässten Moorböden, die sogenannte Paludikultur, einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da Kohlenstoff in den angebauten Kulturen gespeichert wird. Die Erzeugnisse der Paludikultur können außerdem andere fossile Rohstoffe substituieren. Vor diesem Hintergrund führt das Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE) e.V. im Auftrag des Umweltbundesamtes das Forschungsprojekt "Anreize für die Paludikultur zur Umsetzung der Klimaschutzziele 2030 und 2050" durch. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Anreizsystemen für die Wiedervernässung von Mooren und die Etablierung von Paludikultur in Deutschland.


Umsetzung

Das Projekt besteht aus vier aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen. Im ersten Arbeitspaket untersucht das Projektteam den potenziellen Beitrag der Paludikultur zur Erreichung der Klimaziele und vorhandene Hemmnisse, die die Wiedervernässung und die Einführung der Paludikultur behindern. Danach wird im zweiten Arbeitspaket untersucht, mit welchen Maßnahmen den Hemmnissen begegnet werden kann, um die Klimaschutzziele durch Moorbodenschutz und Paludikultur zu erreichen und inwiefern diese Maßnahmen mittels finanzieller Anreize unterstützt werden können. Im dritten Arbeitspaket wird der Beitrag der aktuellen Förderung der Moornutzung durch EU, Bund und Länder auf die klimaschutzpolitischen Zielvorgaben untersucht. Daran anknüpfend erfolgt eine kriterienbasierte Auswahl von drei zielführenden Finanzierungsinstrumenten für die Wiedervernässung und die Umstellung auf Paludikultur. Darauf aufbauend werden im vierten Arbeitspaket anwendungsorientierte Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung und Kombination von marktbezogenen Anreizen für die Umsetzung der Paludikultur und eine effektive Reduzierung der THG-Emissionen von Mooren in Deutschland entwickelt. 


Ergebnisse und Ausblick

Die Auswahl der drei Finanzierungsinstrumente erfolgte gemeinsam mit dem Auftraggeber und der projektbegleitenden Arbeitsgruppe im Rahmen eines virtuellen Arbeitstreffens, das im November 2020 stattfand. Für die weitere Bearbeitung im vierten Arbeitspaket wurden die folgenden Instrumente ausgewählt: Klimaschutzprämien, Investitions- und Innovationsförderung sowie Vorschläge für Instrumente zur Ausgestaltung der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Die Ergebnisse des gesamten Projekts und die Handlungsempfehlungen werden im Sommer 2021 auf einem Workshop mit Expertinnen und Experten diskutiert und weiterentwickelt, um anschließend in einem Bericht zusammengetragen und veröffentlicht zu werden.
 

Anreize für die Paludikultur zur Umsetzung der Klimaschutzziele 2030 und 2050

Rolle des BMU: Forschungsförderung

Laufzeit: 2019-2021

Umsetzung: Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE) e.V.

Kontakt:  Dr. Friederike Erxleben, 
friederike.erxleben@uba.de 

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