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Analyse und Bewertung der Ausgestaltung eines Offsetting-Systems in der internationalen Luftfahrt

Hintergrund und Zielsetzung 

Im Oktober 2016 beschloss die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO die Einführung des globalen marktbasierten Instrumentes CORSIA (Carbon Offset and Reduction Scheme for International Aviation). CORSIA soll ein wesentlicher Bestandteil des ICAO-Maßnahmenpaketes zur Minderung der Klimawirkungen des internationalen Luftverkehrs werden und zum Ziel eines klimaneutralen Wachstums des Sektors auf dem Niveau der Emissionen von 2020 beitragen. Die detaillierten Regeln von CORSIA sind derzeit Gegenstand politischer Verhandlungen unter der ICAO, bei denen auch mögliche Wechselwirkungen mit dem marktbasierten Instrumenten des Paris Agreement zu berücksichtigen sind. Das vom Umweltbundesamt geförderte Vorhaben „Analyse und Bewertung der Ausgestaltung eines Offsetting-Systems in der internationalen Luftfahrt“ soll die Verhandlungen zur Ausgestaltung von CORSIA unterstützen.


Umsetzung

In dem vom Umweltbundesamt geförderten Vorhaben untersuchten und bewerteten die Auftragnehmer von Öko-Institut, Stockholm Environment Institute und NewClimate Institute verschiedene Themen, die für die Umsetzung von CORSIA und die Erreichung des Ziels eines klimaneutralen Wachstums entscheidend sind. Die Forschungsthemen wurden als Diskussionspapiere veröffentlicht.

Ein Diskussionspapier analysiert die im März 2019 verabschiedeten Emission Unit Eligibility Criteria (EUC). Die EUC legen die Anforderungen fest, die Klimaschutzprogramme erfüllen müssen, um für die Lieferung von Klimaschutzgutschriften an CORSIA in Frage zu kommen. Die Autorinnen und Autoren kommen zu dem Schluss, dass die derzeitigen EUCs die konzeptionellen Elemente zur Bewertung der Umweltintegrität von Programmen weitgehend abdecken. Die überprüften EUCs könnten jedoch von einer stärkeren Ausarbeitung der wesentlichen Programmanforderungen und -verfahren profitieren.

Ein weiteres Diskussionspapier schätzt das Angebotspotenzial für Kompensationsgutschriften für CORSIA unter verschiedenen Szenarien für die Verfügbarkeit von Kompensationskrediten ab. Die Autorinnen und Autoren stellen fest, dass bestehende Projekte im Rahmen der vier Programme etwa 18 Milliarden Kompensationsgutschriften für Emissionsreduktionen über den Zeitraum 2013 bis 2035 liefern könnten. Dies entspricht mehr als dem Sechsfachen der gesamten erwarteten Nachfrage unter CORSIA in diesem Zeitraum. Zusätzlich zu diesem zukünftigen Angebot stehen weitere ungenutzte Kompensationsgutschriften zur Verfügung. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass die ICAO Zulassungsbeschränkungen erlassen muss, wenn CORSIA zu zusätzlichen Emissionsminderungen führen soll. 

In einem dritten Diskussionspapier wird analysiert, welche Bestimmungen im Rahmen des Pariser Abkommens angenommen und umgesetzt werden könnten, um Doppelzählungen zwischen CORSIA und Nationally Determined Contributions (NDCs) zu vermeiden. Die Autorinnen und Autoren stellen fest, dass einige der für Artikel 6 in Betracht gezogenen Ansätze zur Bilanzierung von Minderungen im Rahmen von CORSIA nicht anwendbar sind oder nicht unbedingt robust sind. Das Diskussionspapier zeigt unterschiedliche Optionen und Ansätze zur Verbesserung der Verrechnungsregeln auf, die bei den Verhandlungen zu Artikel 6 berücksichtigt werden sollten. 


Ergebnisse und Ausblick

Im November 2019 wurde der Endbericht des Vorhabens veröffentlicht, der die wichtigsten Forschungsergebnisse der drei Diskussionspapiere zusammenfasst. Die Ergebnisse des Projekts wurden der Fachöffentlichkeit im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt. 

Analyse und Bewertung der Ausgestaltung eines Offsetting-Systems in der internationalen Luftfahrt

Rolle des BMU: Forschungsförderung

Laufzeit: 2017 - 2019 (beendet)

Umsetzung: Öko-Institut e.V.

Weitere Beteiligte: Stockholm Environment Institute, NewClimate Institute

Kontakt: Lambert Schneider, lambertschneider@googlemail.com

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