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Vertikal integrierte NAMAS zur Einbeziehung subnationaler Akteure in nationale Strategien

Hintergrund und Zielsetzung 

Entwicklungsländer leisten durch die Umsetzung von nationalen Klimaschutzmaßnahmen, sogenannten NAMAs (Nationally Appropriate Mitigation Actions), einen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel. Viele klimarelevante Sektoren, wie zum Beispiel die Abfallwirtschaft und das Transportwesen werden durch Behörden auf Provinz- und lokaler Ebene reguliert. Die Einbindung dieser Akteure in die Planung und Umsetzung von NAMAs ist von zentraler Bedeutung. Das Vertikal Integrierte NAMA (v-NAMA)-Programm verfolgte das Ziel, einen praktischen Ansatz für die Einbeziehung verschiedener Regierungsebenen in den Gestaltungs- und Umsetzungsprozess von NAMAs zu entwickeln. 
 

Umsetzung

Die Regierungen von Indonesien und Südafrika haben sich  entschieden, den v-NAMA-Ansatz im Rahmen ihrer nationalen Klimaschutzstrategie zu testen. Indonesien legt dabei den Schwerpunkt auf die Entwicklung eines v-NAMA im Bereich Entsorgung kommunaler fester Abfälle und Südafrika auf Energieeffizienz bei öffentlichen Gebäuden.

Beide Länder haben zunächst nationale Steuerungsstrukturen mit Vertretern der relevanten Ministerien und subnationalen Akteuren eingerichtet. Anschließend wurden die größten Hindernisse für die Umsetzung ermittelt und das Minderungspotenzial abgeschätzt. Auf der Grundlage eines Konzeptpapiers und eines Konsultationsprozesses wurden die v-NAMA-Komponenten entwickelt, bestehend aus: Baseline, Business-as-usual-Szenarios, Minderungsoptionen, Reduktionskosten, positiven Nebeneffekte (co-benefits), Risikobewertung, Anreize, Handlungsplan, Capacity-building-Plan und MRV-System. Parallel dazu wurden Umsetzungs- und Finanzierungsansätze erarbeitet, die auch nationale und internationale Ressourcen mit einbeziehen. Diese Schritte wurden noch durch ein zweites Maßnahmenpaket verstärkt und untermauert, das die Entwicklung und Verbreitung von v-NAMA-Leitlinien zum Ziel hatte. Das Projektteam erarbeitete diese Leitlinien auf Basis der in den Pilotmaßnahmen gewonnenen Erfahrungen.
 

Ergebnisse und Ausblick

Die indonesische Regierung entwickelte mit Unterstützung des Projekts und in enger Zusammenarbeit mit fünf Pilotgemeinden sowie deren Provinzen einen NAMA-Vorschlag für den Abfallsektor. Die vertikal integrierte NAMA (VIMSWA-NAMA) wurde in das nationale NAMA-Portfolio aufgenommen und internationalen Geldgebern vorgestellt. In Südafrika haben die Landesregierung und acht Gemeinden gemeinsam das Energieeffizienzprogramm V-NAMA (EEPBP) entwickelt, das seit 2016 von der NAMA Facility gefördert wird.

Die Erfahrungen aus den Pilotanwendungen in Südafrika und Indonesien wurden zusammengetragen und mit Erkenntnissen aus anderen vertikal integrierten Klimaschutzmaßnahmen in Kolumbien, Mexiko, Tunesien und Japan kombiniert. Ein Synthesebericht mit erfahrungsbasierten Leitlinien und Empfehlungen wurde in gedruckter Form, digital über das Internet und bei zahlreichen internationalen branchen- und klimaspezifischen Expertentreffen verteilt.

Vertikal integrierte NAMAS zur Einbeziehung subnationaler Akteure in nationale Strategien

Länder: Indonesien, Südafrika

Rolle des BMU: BMU-Eigenfinanzierung

Laufzeit: 2012 - 2015 (beendet)

Umsetzung: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammearbeit (GIZ) gmbH

Weitere Beteiligte: Südafrika: Department of Environmental Affairs (DEA), Indonesien: National Development Planning Agency (BAPPENAS)

Kontakt: Axel Olearius, axel.olearius@giz.de

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