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Verknüpfung von Kohlenstoffmärkten mithilfe des CDM und anderer Kompensationsmechanismen

Hintergrund und Zielsetzung

Der globale Kohlenstoffmarkt hat sich im Laufe der letzten Jahre immer stärker fragmentiert, da verschiedene Länder und Carbon Pricing Systeme entschieden haben, vom einstigen Standard des Clean Development Mechanism abzuweichen. Zu den bekannten Beispielen gehören unter anderem die Australian Carbon Farming Initiative, Japans Joint Crediting Mechanism und die Chinese Certified Emission Reductions. Vor diesem Hintergrund gab das UBA ein Forschungs- und Dialogprojekt in Auftrag, das untersuchen sollte, aus welchen Gründen der etablierte CDM-Rahmen in manchen Regionen nicht genutzt wird und wie in Zukunft Barrieren für die Entwicklung hin zu einem harmonisierten globalen Kohlenstoffmarkt vermieden werden können.
 

Umsetzung

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden die klimapolitischen Rahmenbedingungen in Australien, Japan, Kalifornien und Südkorea analysiert. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage nach den Motiven für das Entstehen neuer dezentraler Offset-Systeme. Dabei wurde folgenden Fragen nachgegangen: Inwieweit unterscheiden sich diese vom CDM? Und welche Aussichten bestehen, durch eine Reform des CDM einen globalen Mechanismus zu schaffen, der die weltweiten Bemühungen um Emissionsreduktionen bündelt? Die Analyse basierte maßgeblich auf den Einschätzungen nationaler Experten. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden während des 7. CDM Roundtable im April 2013, auf einem Workshop des Umweltbundesamtes im Juni 2013 und auf einem Side Event während des SBSTA-Meetings 38 in Bonn im selben Monat diskutiert.
 

Ergebnisse und Ausblick

Die im Rahmen des Vorhabens erarbeitete Analyse ergab, dass eine Reihe unterschiedlicher Motivationen die weitere Fragmentierung des Kohlenstoffmarktes vorantreibt. Einerseits wurde der Ansatz des CDM zur Bestimmung der Zusätzlichkeit für jedes einzelne Projekt kritisiert, andererseits konnte beobachtet werden, dass jedes der untersuchten Länder bzw. Systeme seine ganz eigenen Gründe für das Abrücken vom CDM hatte, die in jedem einzelnen Fall von lokalen Bedingungen und politischen Kontexten beeinflusst wurden.

Bei genauerer Betrachtung der Systeme wurde deutlich, dass keine der Politiken in einem Vakuum entwickelt wurde, sondern dass deren Ansätze und Methoden durchaus stark an den CDM angelehnt worden sind. Dabei diente der CDM als eine Art Open-Source-Material, das abgeändert wurde, um den speziellen Bedürfnissen des jeweiligen Zuständigkeitsbereichs zu entsprechen. Der Endbericht des Vorhabens ist hier abrufbar. 
 

Verknüpfung von Kohlenstoffmärkten mithilfe des CDM und anderer Kompensationsmechanismen

Länder: Australien, USA, Japan, Südkorea

Rolle des BMU: Forschungsförderung

Laufzeit: 2011 - 2013 (beendet)

Umsetzung: adelphi

Weitere Beteiligte: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Weitere Informationen: https://www.adelphi.de/de/publikation/clean-development-mechanism-and-emerging-offset-schemes-options-reconciliation

Kontakt: Dennis Tänzler, taenzler@adelphi.de

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