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Pilot Auction Facility for Methane and Climate Change Mitigation (PAF)

Hintergrund und Zielsetzung

Der globale Kohlenstoffmarkt blickt auf eine wechselhafte Entwicklung zurück. Nachdem der CDM im Jahr 2012 seinen Höhepunkt erreicht hatte, folgte der Niedergang. Die CDM-Preise brachen ein, als die EU beschloss, das Kontingent der zugelassenen Zertifikate für den dritten Handelszeitraum des Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) ab 2013 nicht zu erhöhen - das EU-ETS stellte die wichtigste Nachfragequelle für CDM-Zertifikate dar.

Da durch die fehlende Nachfrage nach Zertifikaten bereits laufende CDM-Projekte einem hohen Risiko aussetzt sind, nicht fortgeführt zu werden, wurde im Jahr 2015 die "Pilot Auction Facility for Methane and Climate Change Mitigation" (PAF) von der Weltbank ins Leben gerufen. Die vom BMU geförderte Initiative zielt auf Projekte ab, die aufgrund der niedrigen Preise für Emissionszertifikate von der Stilllegung bedroht sind, aber nur geringe Mehreinnahmen benötigen, um ihr Fortbestehen zu sichern.
 

Umsetzung     

Die PAF verfolgt einen besonders innovativen Ansatz: Sie kauft CERs aus Projekten zu garantierten Preisen ein, indem sie Verkaufsoptionen in wettbewerblichen Auktionen anbietet. Nach Erhalt einer Verkaufsoption haben erfolgreiche Bieterinnen und Bieter dann das Recht, Zertifikate an die PAF zu dem in der Auktion festgelegten Preis zu verkaufen. Durch die Versteigerung der Verkaufsoption ist es möglich, die Höhe der Mittel zu bestimmen, die Projektentwicklerinnen und Projektentwickler benötigen, um ihre Aktivitäten zur Bekämpfung des Klimawandels fortzusetzen und so den maximalen Nutzen für den Klimaschutz zu gewährleisten.

Im Juli 2015 wurde eine erste Auktion durchgeführt, bei der Garantien für Projekte zur Verringerung von Methanemissionen versteigert wurden. Die Auktion zog weltweit 28 Bieterinnen und Bieter aus 17 Ländern an. Es wurden 11 Auktionsrunden durchgeführt. Am Ende der Auktion blieben 12 Bieterinnen und Bieter übrig, um Garantien über den Verkauf von 8,7 Millionen Zertifikaten mit einem Basiswert von 2,40 USD zu erwerben. Diese erste Auktion zeigte bereits, dass eine stabile und wettbewerbsfähige Nachfrage nach den durch die PAF angebotenen Preisgarantien besteht. Nach einer weiteren Versteigerungsrunde im Jahr 2016 wurde der Ansatz bei einer weiteren Auktion im Januar 2017 auf Projekte zur Vermeidung von N2O-Emissionen ausgeweitet, die bei der Salpeterproduktion anfallen. Die vierte Auktion fand im März 2020 statt. An dieser Auktion haben insgesamt 21 Unternehmen teilgenommen und es wurden Garantien in Höhe von 8,25 Millionen USD versteigert. Förderungswürdige Projekte werden Methanemissionen aus der Abfallentsorgung einschließlich Deponien, Abwässern und landwirtschaftlichen Abfällen reduzieren.

Meilensteine und Ausblick

Seit Gründung der Pilot Auction Facility wurden vier erfolgreiche Auktionen durchgeführt, die die Wirksamkeit des verfolgten Ansatzes bestätigen. In diesen vier Versteigerungen wurden insgesamt bis zu 62 Millionen USD zugeteilt - mit einem Minderungspotenzial von insgesamt 24,8 tCO2e. 

Die bei diesen Auktionen gesammelten Erfahrungen werden in Form von Berichten zusammengetragen, die auf der Website der PAF zur Verfügung gestellt werden. Hierdurch wird ein wertvoller Beitrag zu einem besseren Verständnis des Ansatzes geleistet. Darüber hinaus untersucht die PAF die weitergehende Anwendung des Versteigerungsansatzes in anderen Bereichen. Ein im Januar 2019 veröffentlichter Bericht untersucht beispielsweise, inwiefern sich Auktionen für die NDC-Umsetzung eignen. Ein weiterer Bericht legt dar, in welchen Sektoren und unter welchen Bedingungen, Klimaauktionen am effektivsten funktionieren.

Pilot Auction Facility for Methane and Climate Change Mitigation (PAF)

Rolle des BMU: BMU-Förderungsbeteiligung

Laufzeit: seit 2015

Umsetzung: Weltbank

Weitere Informationen: www.pilotauctionfacility.org

Kontakt: Thomas Forth, thomas.forth.extern@bmu.bund.de

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