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Aktualisierung des Emissionsfaktors der SAPP SB und Entwicklung eines Finanzierungsmechanismus für erneuerbare Energien

Standardized Baselines ermöglichen es, Emissionsminderungen auf objektive Art und Weise zu bestimmen. Sie wurden im Rahmen des CDM entwickelt, um die Transaktionskosten für die Projekte zu verringern und die Verfahren zu vereinfachen. Standardisierte Baselines können jedoch auch jenseits des CDM zukünftig relevant sein, beispielsweise für Aktivitäten der internationalen Klimafinanzierung und für die Nutzung der neuen Marktmechanismen. Vor diesem Hintergrund hat das BMU die GFA Consulting Group mit der Umsetzung eines Forschungsprojekts beauftragt.

Zwischen 2010 und 2012 unterstützten UNEP und die GFA den Southern African Power Pool bei der Entwicklung eines Emissionsfaktors für das Stromnetz von neun miteinander verbundenen Ländern. Der Emissionsfaktor wurde von allen Ländern unterzeichnet und von der UNFCCC als "Standardized Baseline" (d. h. nationale/internationale THG-Benchmark) anerkannt. Die Benchmark lief 2017 aus. Das Projekt sah die Aktualisierung der Standaridized Baseline und die Entwicklung eines regionalen Finanzierungsinstruments vor.

Die Aktualisierung des THG-Benchmarks erfordert die Erhebung detaillierter Daten (Inbetriebnahme, installierte Leistung, Jahresnettoerzeugung, Brennstoffverbrauch von Primär- und Sekundärbrennstoffen, Brennwert der Brennstoffe (jeweils pro Jahr)) für alle netzgekoppelten Kraftwerke in jedem der neun Länder. Sobald die Daten zusammengetragen, eingereicht und durch das UNFCCC-Sekretariat genehmigt worden sind, werden sie als offizieller Benchmark für den Elektrizitätssektor aller neun Länder gelten.

Auf Grundlage des Benchmarks soll darüber hinaus ein Konzept für ein Finanzierungsinstrument entwickelt werden. Das Konzept soll auf die Bedürfnisse von Erneuerbare-Energien-Projekten in der Region eingehen. Für das Finanzierungskonzept aller Technologien für Erneuerbare Energien bzw. Brennstoffe sind eine Garantiekomponente (Risiko der Nichtzahlung von PPAs) und eine technologieabhängige Einspeisevergütung (z. B. höhere Zahlungen für Strom aus neuen Biomasseprojekten, niedrigere Zahlungen für CSP-Projekte) vorgesehen. Die Zahlungen werden leistungsabhängig, aber mit einer festen Vertragslaufzeit ausgestaltet, um unabhängige Stromproduzenten in der Region im Falle des Finanzierungsauslaufs zu unterstützen.

Aktualisierung des Emissionsfaktors der SAPP SB und Entwicklung eines Finanzierungsmechanismus für erneuerbare Energien

Länder: Botswana, DR Kongo, Königreich Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe und Südafrika

Rolle des BMU: BMU-Förderungsbeteiligung

Laufzeit: 2016 - 2018 (beendet)

Umsetzung: GFA Consulting Group

Kontakt: Martin Burian, martin.burian@gfa-group.de

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