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Europa

Building with EU flags
(Photo: Ewan McIntosh/flickr.com)

Die EU stellt die derzeit bedeutendste Nachfrage nach internationalen Kohlenstoffzertifikaten dar. Genau genommen können Anlagen, die vom EU-Emissionshandelssystem erfasst sind, einen Teil ihrer Verpflichtungen durch Nutzung internationaler Ausgleichzertifikate (Offsets) erfüllen. Politische Entscheidungen auf EU-Ebene besitzen somit einen großen Einfluss auf die Entwicklung der internationalen Kohlenstoffmärkte.

Operationalisierung von "Overall Mitigation" unter Artikel 6

November 2018 - Mit Artikel 6.4 des Pariser Abkommens wird ein neuer Crediting-Mechanismus mit internationaler Aufsicht eingeführt, den Länder im Rahmen einer marktbasierten Kooperation nutzen können. Eine Kernanforderung an diesen neuen Mechanismus besteht darin, eine Gesamtminderung der globalen Emissionen ("overall mitigation") zu erreichen. In den laufenden Verhandlungen zu den internationalen Umsetzungsregeln des Pariser Abkommens haben die Länder unterschiedliche Ansichten darüber geäußert, was genau diese Kernanforderung bedeutet und wie sie operationalisiert und umgesetzt werden soll. Eine neue Studie identifiziert und diskutiert nun die Schlüsseloptionen für die Operationalisierung von "overall mitigation". mehr lesen

Wie kann der freiwillige Markt Doppelzählungen vermeiden?

November 2018 - Viele deutsche und europäische Unternehmen investieren in freiwillige CO2-Kompensationsmaßnahmen, um die Treibhausgasbilanz ihrer eigenen Produktion oder Wertschöpfungskette zu verbessern. Der europäische Kompensationsmarkt wird auf etwa 16 Million tCO2eq geschätzt. Eine neue Studie analysiert die bei der freiwilligen CO2-Kompensation auftretenden Probleme der Doppelzählung. Zudem macht sie Vorschläge zur rechtlichen Ausgestaltung sowie zu Ansätzen, wie den Risiken auf Standard-Ebene begegnet werden kann. mehr lesen

Solidarität und Effizienz: Die Chance von Flexibilität und Marktmechanismen innerhalb des EU Effort Sharing

April 2015 - Im Oktober 2014 entschied der europäische Rat über Grundzüge und quantitative Eckpfeiler der Klimapolitik von 2020 bis 2030, vgl. CMR 4/2014. Die Minderungen in den Sektoren außerhalb des Emissionshandels sollen dabei, wie bereits in der Periode 2013-2020, im Wesentlichen nach einer „BIP pro Kopf“-Formel auf die Mitgliedstaaten verteilt werden. Eine solche Verteilung führt natürlich nicht zugleich zu einer kosteneffizienten Aufteilung der Minderungen. Denn gerade in ärmeren Ländern gibt es erhebliche, kostengünstige Potenziale – während in reicheren Mitgliedstaaten wie Dänemark oder Luxemburg viele Minderungsmaßnahmen vor allem im Effizienzbereich bereits ergriffen wurden, so dass die übrigen Potenziale teurer zu realisieren sind, als etwa vergleichbare Minderungen in Rumänien oder Bulgarien. Dies zeigt auch die Potenzialanalyse im Impact Assessment der EU Kommission, in dem eine kosteneffiziente Verteilung von Minderungen berechnet wurde, die entsprechend zu höheren Minderungen in ärmeren Staaten führen würde, als die Verteilung nach BIP. mehr lesen

Zuhause zu wenig, international (noch?) nichts

April 2015 - Im Oktober 2014 hatte die EU ihr Klimaziel für 2030 festgelegt: EU intern minus 40%. Im internationalen Vergleich durchaus ein Wort. Ein Wort, bei dem andere Staaten mithalten können sollten. Zwei Worte mehr, die in diesem Beschluss davor gesetzt wurden, nämlich „at least“, weckten Hoffnung auf ein wirklich ambitioniertes Ziel – die Nutzung der Marktmechanismen on top des EU-internen Ziels, das alleine klimapolitisch noch nicht ausreichend ist. mehr lesen

Den Kohlenstoffmarkt für den globalen Klimaschutz ertüchtigen

Mai 2014 - Ein globaler Kohlenstoffmarkt kann eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der weltweiten Klimaschutzziele spielen. Darauf hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, zur Eröffnung der internationalen Messe CarbonExpo hingewiesen. mehr lesen