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Westafrikanische Allianz für Kohlenstoffmärkte und Klimafinanzierung

(Enda Energie)

Mit der Verabschiedung des Übereinkommens von Paris im Jahr 2015 haben sich die Bedingungen, unter denen marktbasierte Instrumente genutzt werden können, grundlegend gewandelt. Artikel 6 des Paris Agreement etabliert neue Mechanismen für die freiwillige internationale Zusammenarbeit der Vertragsstaaten. Dies umfasst kooperative Ansätze, die auf Initiative der Länder beruhen (Artikel 6.2), sowie einen neuen, zentralen UNFCCC-Mechanismus (Artikel 6.4). Zugleich jedoch bleibt die Zukunft des bestehenden Clean Development Mechanism weiterhin ungeklärt.

In diesem Zusammenhang haben westafrikanische Staaten einen verstärkten Bedarf signalisiert, die Verhandlungen über kooperative Ansätze und den neuen Marktmechanismus sowie den Umgang mit den bestehenden CDM-Kapazitäten aktiv mitzugestalten. So soll sichergestellt werden, dass sie diese Instrumente auch anwenden können. Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gemeinsam mit Climate Focus und in Zusammenarbeit mit der West African Development Bank, dem UNFCCC Regional Collaboration Centre Lomé und ENDA Energie eine Initiative, die das Ziel hat, Möglichkeiten für eine Beteiligung westafrikanischer Staaten an den künftigen Kohlenstoffmärkten zu stärken: die Westafrikanische Allianz für Kohlenstoffmärkte und Klimafinanzierung.

Die Initiative wurde auf der COP22 in Marrakesch (November 2016) ins Leben gerufen und baut auf den positiven Erfahrungen der "CDM Reform Working Group" der Weltbank auf.  Durch die Etablierung einer ständigen regionalen Struktur mit Sitz in Dakar will die Allianz die Partizipation westafrikanischer Länder an den internationalen Kohlenstoffmärkten verbessern, die Umsetzung des Transparenzrahmens unter dem Pariser Abkommen vorantreiben und den Zugang zu Klimafinanzierung erleichtern. Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Allianz auf die folgenden Aktivitäten:

  • Die Unterstützung der aktiven Teilnahme westafrikanischer Delegierter in den Verhandlungen und Foren zu Artikel 6, zum Transparenzrahmen des Paris Agreement und zur Klimafinanzierung
  • Die Förderung des Zugangs zu Marktmechanismen und Klimafinanzierung auf nationaler und regionaler Ebene
  • Die Unterstützung bei der Überführung geeigneter CDM-Kapazitäten in das Regime des Paris Agreement durch Pilotprojekte vor Ort
  • Die Förderung von Artikel 6 Pilotprojekten in Westafrika und des Austauschs über die dabei gemachten Erfahrungen

Derzeit umfasst die Allianz die folgenden Staaten: Benin, Kap Verde, Elfenbeinküste, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Mali, Mauritanien, Niger, Nigeria, Senegal und Togo.

Im Februar 2018 eröffnete der Lenkungsausschuss der Westafrikanischen Allianz die Möglichkeit, Vorschläge für das Readiness Support Programme einzureichen. Nigeria und Togo werden als die beiden ersten Länder Unterstützung erhalten, die auf ihre nationalen Bedürfnisse zugeschnittenen ist. In Nigeria konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Schwerpunktsektoren des Landes sowie auf den Aufbau von Kapazitäten für den Kohlenstoffmarkt, wohingegen in Togo der Ausbau der Kapazitäten des MRV-Systems im Mittelpunkt steht.

Artikel 6 Readiness Support in Nigeria

Das Readiness Support Programme der Westafrikanischen Allianz zur Unterstützung des nigerianischen Umweltministeriums ist im August 2018 angelaufen. Mehr

Artikel 6 Readiness Support in Togo

Das Artikel 6 Readiness Support Programme der Westafrikanischen Allianz in Togo begann im Juli 2018 mit einer Sondierungsmission. Mehr

West African Alliance for Carbon Markets and Climate Finance

Umsetzung: West African Development Bank (BOAD)

Weitere Beteiligte: UNFCCC-RCC Lomé, ENDA Energie Dakar, Climate Focus

Laufzeit: seit November 2017 (COP23)

Kontakt: Ousmane Fall Sarr, Alliance Coordinator, ofsarr@yahoo.com

Weiterführende Informationen: Neue Unterstützung für die Westafrikanische Allianz