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Globaler Kohlenstoffmarkt

(Photo: Worldbank/Dana Smillie/flickr)
(Photo: Worldbank/Dana Smillie/flickr)

Für die Bundesregierung ist der globale Kohlenstoffmarkt ein bedeutendes Instrument im internationalen Klimaschutz. Der Handel mit Minderungszertifikaten ermöglicht es, Klimaschutzmaßnahmen zunächst dort durchzuführen, wo sie am preiswertesten sind. Dies macht sie kostengünstiger, sodass Kohlenstoffmärkte dazu beitragen können, dass sich Länder ambitioniertere Klimaschutzziele setzen und der Privatsektor mehr klimafreundliche Investitionen tätigt.

Marktmechanismen sind auch ein Teil des Übereinkommens von Paris: Sie wurden unter Artikel 6 des Abkommens als so genannte kooperative Ansätze eingeführt. Während unter Artikel 6.8 nicht-marktbasierte-Ansätze vorgesehen sind,  sollen unter Artikel 6.2 und 6.4 marktbasierte Mechanismen zum Einsatz kommen. Diese werden den Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI) des Kyoto-Protokolls ersetzen, sich jedoch in einigen Aspekten von diesen unterscheiden.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesumweltministerium (BMU) das Projekt "Globaler Kohlenstoffmarkt" in Auftrag gegeben, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es, private und öffentliche Akteure in den Partnerländern dabei zu unterstützen, Marktmechanismen effektiv zu nutzen, um deren Klimaschutzmaßnahmen zu verbessern. Zu den Partnerländern gehören Indien, Uganda (unter Einbindung weiterer ostafrikanische Länder), Chile und Tunesien.

Das Projekt „Globaler Kohlenstoffmarkt” unterstützt Partnerregierungen bei der Entwicklung neuer marktbasierter Klimaschutzinstrumente und bei der Nutzung der Chancen, die Artikel 6 des Paris Agreement voraussichtlich bieten wird. Die Projektpartner werden durch einen individuell zugeschnittenen Kapazitätsaufbau sowie durch innovative Austausch- und Netzwerkformate unterstützt. Darüber hinaus hilft das Projekt Stakeholdern des Privatsektors dabei, marktbasierte Ansätze für ihre Minderungsaktivitäten zu nutzen und einen internen Preis für Treibhausgasemissionen festzulegen. Das Projekt unterstützt zudem das BMU bei den UNFCCC-Verhandlungen zu Artikel 6 sowie bei der internationalen Öffentlichkeitsarbeit zu Carbon Pricing und marktbasierten Mechanismen.

Uganda

Das Projekt unterstützt die Entwicklung und Umsetzung von Kohlenstoffmarktinstrumenten in Uganda sowie in der breiteren ostafrikanischen Region. Im Rahmen des Projekts werden die politischen Entscheidungsträger für die Mechanismen sensibilisiert und Schulungen für Delegierte der African Group, die innerhalb der UNFCCC verhandelt, angeboten. Mehr

Indien

In Indien unterstützt das Projekt die Abteilung Klimaschutz des indischen Umweltministeriums im Bereich der Marktmechanismen und anderer Kooperationsformen des Übereinkommens von Paris sowie bei der Klimafinanzierung. Mehr

Tunesien

Das Projekt "Globaler Kohlenstoffmarkt" unterstützt die Umsetzung von Instrumenten und Mechanismen zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen im Zementsektor in Tunesien. Mehr

Chile

Chile erwägt derzeit die Einführung eines nationalen Emissionshandelssystem und hat kürzlich hierzu die Arbeit an einem Klimaschutzgesetz aufgenommen. Das Team des Projekts “Globaler Kohlenstoffmarkt” begleitet den Ausgestaltungsprozess des neuen Klimaschutzgesetzes und unterstützt seine Projektpartner durch Studien, Dialogforen, Konferenzen und Schulungen. Mehr

 

Ländermanagerprojekt Globaler Kohlenstoffmarkt

Umsetzung: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Weitere beteiligte Organisationen: Regionalzentrum für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Tunesien; Ministerium für Umwelt und Wasser (MWE) - Abteilung für Klimawandel, Uganda; Ministerium für Umwelt, Wälder und Klimawandel (MoEFCC), Indien; Energieministerium, Chile

Laufzeit: 2015–2018

Kontakt: Enrico Rubertus, enrico.rubertus@giz.de

Weitere Informationen: Website der GIZ