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Ambitionssteigerung durch Kooperation

Drei neue Paper untersuchen Potentiale und Risiken zur Steigerung der Ambition unter Artikel 6

(Photo: National Renewable Energy Lab/flickr)
(Photo: National Renewable Energy Lab/flickr)

Mai 2018 - Um die in Paris vereinbarten globalen Klimaschutzziele einhalten zu können, ist eine Steigerung der Klimaschutzambition dringend erforderlich. Hierzu soll auch Artikel 6. des Übereinkommens von Paris beitragen, der es Staaten ermöglicht, bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzbeiträge zu kooperieren. Vor diesem Hintergrund haben das Wuppertal Institut, NewClimate Institute und KORU Climate drei Paper veröffentlicht, die das Zusammenspiel zwischen Ambitionssteigerung und Artikel 6 aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Potenziale sowie Herausforderungen einer Nutzung von Artikel 6 zur Ambitionssteigerung aufzeigen.

Das Paper des Wuppertal Instituts „Raising Ambition through Cooperation. Using Article 6 to bolster climate change mitigation” nimmt eine breite Perspektive ein, indem es eine Definition von Ambitionssteigerung aus dem Paris Agreement ableitet und insgesamt acht potentielle Optionen zur Steigerung der Ambition untersucht. Das Paper zeigt auf, dass die Optionen mit unterschiedlichen technischen, institutionellen und politischen Herausforderungen verbunden sind und weist auf die Vorteile einer Kombination verschiedener Ambitionssteigerungsoptionen hin. Die Kombination unterschiedlicher Optionen würde es insbesondere ermöglichen, einen unmittelbaren Klimaschutzeffekt zu erzielen und zugleich die Ambitionssteigerung in die mittel- und langfristigen Klimaschutzstrategien der beteiligten Staaten einzubetten.

Das Paper des NewClimate Institute „Opportunities and safeguards for ambition raising through Article 6 - The perspective of countries transferring mitigation outcomes“ legt den Schwerpunkt auf die Frage, was Ambitionssteigerung für jene Staaten bedeutet, die sich als Gastgeberstaaten an einer Kooperation unter Artikel 6 beteiligen. Das Paper zeigt auf, warum Maßnahmen unter Artikel 6 bei der Steigerung der Klimaschutzambition auf Minderungsoptionen ausgerichtet sein sollten, die ansonsten nur schwer erreichbar sind. Das Paper macht darüber hinaus deutlich, warum es zentral ist, die externe Unterstützung nur über einen begrenzten Zeitraum zu gewähren, sodass die Emissionen anschließend in Eigenregie adressiert werden können. Der Erfolg dieser ambitionssteigernden Maßnahmen ist jedoch maßgeblich von der effektiven Ausgestaltung und Umsetzung von Sicherungsvorkehrungen abhängig. Das Paper identifiziert vier grundlegende Safeguards, mit denen sichergestellt werden soll, dass die unter Artikel 6 entwickelten Instrumente die Bedürfnissen der Gastgeberstaaten berücksichtigen und zugleich positive Anreize für Ambitionssteigerung setzen.

Das Paper von KORU Climate „Incentivizing mitigation: Using international carbon markets to raise ambition” geht der Frage nach, was Ambitionssteigerung im Zusammenhang mit internationalen Kohlenstoffmärkten und den NDCs der Vertragsstaaten bedeutet. Das Paper verfolgt das Ziel, umsetzungsorientierte Ansätze zu identifizieren, mit denen die Nutzung von Kohlenstoffmärkte zu einer Steigerung der Ambition beiträgt. Hierfür werden zunächst Kriterien ermittelt, die als Ausdruck einer Ambitionssteigerung betrachtet werden. Anschließend werden vier vielversprechende Ansätze betrachtet, mit deren Hilfe internationale Kohlenstoffmärkte zu Ambitionsteigerung beitragen können. Diese können einzeln umgesetzt oder kombiniert werden und tragen auf unterschiedliche Art und Weise zu Steigerung der Ambition bei.