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Die PoA Working Group

Rural hut with solar panel
(Photo: Picture Alliance/Anka Agency International)

Im Rahmen der Weiterentwicklung des CDM setzte sich das BMUB in der Vergangenheit intensiv für die Förderung des programmatischen Ansatzes ein. Der programmatische Ansatz ermöglicht die Bündelung mehrerer CDM-Einzelprojekte unter einem Programm (PoA). Hierdurch können kleinere Emissionsquellen adressiert und die mit der Projektumsetzung verbundenen Kosten verringert werden. Besonders erfolgreich war der programmatische Ansatz bei Projekten im Bereich Energieeffizienz, wie beispielsweise bei Programmen zur Verteilung von sauberen und effizienten Kochern. Diese und weitere Programme leisten häufig bedeutende Beiträge zu Nachhaltiger Entwicklung.

Auch wenn für den CDM und damit auch für dessen programmatischen Ansatz nur begrenzt Zukunftsperspektiven bestehen, bleibt das Konzept weiterhin von großem Interesse, denn es eignet sich prinzipiell auch für die Nutzung unter anderen Klimaschutzinstrumenten sowie in der internationalen Klimafinanzierung. Das BMUB führt deshalb sein langjähriges Engagement im Bereich PoAs fort, wenn auch mit leicht erweitertem Fokus. Eine zentrale Funktion nimmt dabei die „PoA-Working Group” ein, die vom BMUB finanziert und von der Perspectives GmbH koordiniert und geleitet wird. Die Arbeitsgruppe widmet sich der wissenschaftlichen, regulativen und politischen Seite der PoAs, ursprünglich im Rahmen des CDM, zunehmend jedoch auch mit Blick auf die internationale Klimafinanzierung sowie die neu zu entwickelnden Kooperationsmechanismen des Paris Agreement. Sie bietet eine Plattform für den Dialog und ermöglicht somit den Erfahrungsaustausch und die Koordinierung von Unterstützungsleistungen für PoAs. Die PoA Working Group setzt sich aus etablierten, fachspezifischen Mitgliedern zusammen wie dem BMUB selbst, der Weltbank, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP), dem Forum der CDM-Projektentwickler, dem Forum der zuständigen nationalen Behörden (DNA-Forum), der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) und einigen weiteren Mitgliedern. Im Rahmen regelmäßiger Treffen tauschen sich Experten und Vertreter relevanter Institutionen (zum Beispiel der UNFCCC, einzelner DNAs oder DOEs) zur aktuellen Situation und zur weiteren Entwicklung von PoA-Modalitäten und -Verfahren aus. In der Vergangenheit hat sich die Working Group zudem bei der Behandlung PoA-bezogener Fragestellung durch den CDM-Exekutivrat eingebracht. Zahlreiche der Empfehlungen der Working Group fanden Eingang in das PoA-Regelwerk und führten somit zu Verbesserungen der Umsetzungsbedingungen für PoAs.

Die Working Group hat sich als wertvolles Expertengremium erwiesen: Insbesondere die Kombination von Fachkenntnissen im Finanzbereich und dem Erfahrungspool der Mitglieder bei der Implementierung von PoAs und anderen Minderungsmaßnahmen in den Gastgeberländern ermöglicht eine rasche Identifikation dringender Fragen zur Umsetzung von PoAs und die Entwicklung geeigneter Lösungen. In Zukunft wird sich die Working Group zunehmend auf Fragen der internationalen Klimafinanzierung sowie der neu zu entwickelnden Marktmechanismen des Paris Agreement unter Artikel 6 widmen. Eine zentrale Frage dabei wird sein, wie die Erfahrungen mit dem PoA-Konzept als solchem und den damit verbundenen Instrumenten genutzt werden können, um die zukünftigen Emissionsminderungsinstrumente auszugestalten.

PoA Working Group

Umsetzung: Perspectives Climate Group GmbH

Weitere beteiligte Organisationen: UNDP; Project Developer Forum; DNA-Forum; KfW; Deutsche Emissionshandelsstelle; International Institute for Global Environmental Studies; Designated Operational Entities Forum; Schwedische Energiebehörde; Belgium Technical

Laufzeit: seit 2011

Kontakt: Stephan Hoch, hoch@perspectives.cc Axel Michaelowa, michaelowa@perspectives.cc