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Carbon Pricing Leadership Coalition

Flickr.com / International Monetary Fund

Preisbasierter Klimaschutz – sogenanntes Carbon Pricing – gilt als Schlüsselinstrument im Kampf gegen den Klimawandel. Die Bepreisung von Treibhausgasemissionen hat in der jüngsten Vergangenheit eine starke Ausbreitung erfahren, sodass mittlerweile knapp 13 Prozent der globalen Emissionen mit einem Preis versehen sind.

Mit dem Ziel, Carbon Pricing weiter voranzutreiben, hat die Weltbank im Jahre 2015 die Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) ins Leben gerufen. Die CPLC ist ein freiwilliger Zusammenschluss nationaler und subnationaler Regierungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich gemeinsam mit der Weltbank und weiteren zentralen internationalen Institutionen für die Bepreisung von Treibhausgasemissionen einsetzen. Die CPLC dient dabei als Dialogplattform, sodass sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen mit Politiken zur CO2-Bepreisung austauschen können. Auch CO2-Bepreisung in Unternehmen spielt dabei eine Rolle. Durch die Zusammenarbeit soll die Einführung von Politikinstrumenten zur CO2-Bepreisung vorangetrieben und die Umsetzung bestehender Politiken gestärkt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen. setzt die Coalition Aktivitäten in drei Arbeitsgruppen um. Eine Arbeitsgruppe ist dafür zuständig, die weltweit bei der Bepreisung von Treibhausgasen gemachten Erfahrungswerte zusammenzutragen und Strategien zur Entwicklung und Einführung von Carbon Pricing Instrumenten zu erarbeiten. Eine weitere Arbeitsgruppe ist darauf ausgerichtet, die Unterstützung von Unternehmen für Carbon Pricing zu mobilisieren. Dabei stützt sie sich auf die positiven Erfahrungen, die Unternehmen in diesem Bereich bereits gemacht haben und zeigt mögliche Umsetzungswege auf. Die dritte Arbeitsgruppe fördert die Rolle der CPLC als Dialogplattform, indem sie Teilnehmern die Möglichkeit bietet, sich über ihre Erfahrungen mit CO2-Bepreisungspolitiken auszutauschen. Neben dem Austausch zu den technischen Herausforderungen bei der CO2-Bepreisung fördert die Allianz auch den politischen Dialog zwischen Regierungen und Unternehmen, um die dringlichsten Fragen zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Politisch flankiert werden diese Aktivitäten vom Carbon Pricing Panel, das sich aus den Regierungschefs sieben nationaler und subnationaler Regierungen zusammensetzt und von den höchsten Vertretern aus Weltbank, IWF und der OECD ergänzt wird.

Mit dem Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen zur Einführung von Carbon Pricing weiter zu verbessern, richtete die CPLC zudem die High-Level Commission on Carbon Pricing ein. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Lord Nicholas Stern und Joseph Stiglitz arbeiten Wirtschaftswissenschaftler, Energieexperten und Klimawissenschaftler zusammen, um die erfolgreiche Umsetzung des Paris Agreement voranzutreiben. In ihrer Arbeit baut die High-Level Commission auf bestehenden Forschungsarbeiten zu CO2-Bepreisung und Klimapolitiken auf. Ziel der Kommission ist es dabei insbesondere, CO2-Preiskorridore zu identifizieren, die für die Ausgestaltung von Instrumenten zur CO2-Bepreisung und anderen Politikinstrumenten genutzt werden können. Solche Preiskorridore werden sich insbesondere zu Beginn noch stark nach Sektor und Region unterscheiden und erst im Laufe der Zeit angepasst werden. Mit der Festlegung solcher Preiskorridore ist die Erwartung verbunden, dass ein Pfad zur schnellen Dekarbonisierung aufgezeigt wird, der es zugleich ermöglicht, die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) umzusetzen.

Carbon Pricing Leadership Coalition

Auftraggeber: BMUB

Laufzeit: seit 2015

Kontakt: Lydia Ondraczek lydia.ondraczek.extern@bmub.bund.de

Weitere Informationen und relevante Meldungen: www.carbonpricingleadership.org