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Carbon Market Platform

(Photo: BMUB)
(Photo: BMUB)

Emissionshandelssysteme und CO2-Steuern, die beiden zentralen Instrumente zur Bepreisung von Treibhausgasen, haben sich in den vergangenen Jahren weltweit etabliert. Diese Entwicklung verläuft jedoch weitgehend unkoordiniert und lückenhaft. Noch immer gibt es zahlreiche Regionen und Wirtschaftssektoren, in denen Emittenten von Treibhausgasen nicht für die Kosten der verursachten Schäden aufkommen müssen. Und auch dort, wo Treibhausgasemissionen mit einem Preis versehen sind, führt dieser nicht immer zu der gewünschten Verlagerung von Investitionen in klimafreundliche, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. So muss zum einen noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, um die Anwendung von Carbon Pricing weiter auszudehnen. Zum anderen besteht dringender Bedarf, die Ausgestaltung und Umsetzung von Emissionshandelssystemen und CO2-Steuern weiter zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund riefen im Juni 2015 die G-7-Staaten unter dem Vorsitz Deutschlands die “Carbon Market Platform“ zur Weiterentwicklung der Kohlenstoffmärkte ins Leben. Ziel dieser Plattform ist die Förderung eines offenen und informierten politischen Dialogs, um die Nutzung marktbasierter Klimaschutzinstrumente zu intensivieren und die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der marktbasierten Klimaschutzinstrumente zu stärken. Die Dialogplattform soll die Verhandlungen unter der Klimarahmenkonvention unterstützen und neue Ansätze für ein international koordiniertes Vorgehen identifizieren.

Das Hauptforum der Plattform ist der jährliche strategische Dialog zwischen Regierungsvertretern auf Ebene der Generaldirektion, der durch Vorarbeiten auf der technischen Ebene unterstützt wird. Im Juni 2016 tauschten sich bei einem ersten Treffen Teilnehmer aus den G7-Staaten sowie aus Chile, Indonesien, Südkorea, Neuseeland, dem Senegal der Schweiz und Vietnam über Perspektiven und Erfahrungen bei der Nutzung internationaler Kohlenstoffmärkte und dem Aufbau nationaler Carbon-Pricing-Instrumente aus. Im September 2017 fand in Rom ein zweites Treffen der Carbon Market Platform statt. Ein Höhepunkt dieses ‚Strategic Dialogue’ war der Austausch zu der Frage, wie marktbasierte Instrumente ausgestaltet werden sollten, um ambitionierten Klimaschutz voranzutreiben. Die Teilnehmer diskutierten auch die Bedeutung der internationaler Zusammenarbeit für die Steigerung der Ambition und es wurden Möglichkeiten identifiziert, wie die Carbon Market Platform zu diesem Prozess beitragen kann. Des Weiteren wurden verschieden Stufen der länderübergreifende Kooperation - von Koordinierung hinsichtlich Standards bis hin zu Linking - diskutiert.

Neben der Förderung des politischen Austauschs durch diese strategischen Dialoge soll die Plattform bestehende technische Initiativen und Partnerschaften unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit wichtigen technischen Partnern wie der Weltbank, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) und der internationalen Kohlenstoffaktionspartnerschaft (International Carbon Action Partnership – ICAP) soll die Plattform technisches Wissen zusammentragen und Eingang in den politischen Diskurs finden.

Carbon Market Platform

Laufzeit: 2015 - 2020

Kontakt: Malin Ahlberg malin.ahlberg@bmub.bund.de

Weitere Informationen und relevante Meldungen: 
Impulsgeber - G7 nehmen Gespräche über die Kohlenstoffmärkte auf