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Finanzielle Hürden überwinden und Kohlenstoffmärkte entwickeln

Die Stiftung „Zukunft des Kohlenstoffmarktes“

Fishermen at night
(Photo: Siemens Pressebild/Siemens AG)

Programmatische marktbasierte Minderungsmaßnahmen wie CDM Programmes of Activities können – auch unter erschwerten Bedingungen – ein wirksames Instrument für die Verbreitung nachhaltiger, klimafreundlicher Technologien sein. Bei der Umsetzung dieser Programme stößt man jedoch häufig auf Hindernisse. Eine besondere Hürde stellt für die Entwickler fehlendes Startkapital dar. Vor diesem Hintergrund hat das BMUB die Stiftung „Zukunft des Kohlenstoffmarktes“ ins Leben gerufen und stattete diese mit Geldmitteln in Höhe von zehn Millionen Euro aus, um damit ausgewählte programmatische Minderungsmaßnahmen zu fördern. Die Förderung durch die Stiftung erfolgt in der Regel in Form von Vorauszahlungen, die durch die spätere Lieferung von Zertifikaten zurückgezahlt werden.

Die Anschubfinanzierung wird durch Beratungsleistungen abgerundet, mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein zu stärken, Bedenken hinsichtlich Investitionen in klimafreundliche Technologien auszuräumen und Kapazitäten bei den Regierungen in Entwicklungsländern aufzubauen. Das Hauptaugenmerk der Stiftung richtet sich auf Kleinstmaßnahmen zur Emissionsreduktion in Sektoren, die zurzeit im Rahmen des CDM noch unterrepräsentiert sind, die ein hohes Maß an Organisation erfordern und bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie auf andere Regionen oder Länder übertragen werden können. Der Stiftung ist es jedoch auch wichtig, Initiativen zu unterstützen, die den Regierungen bei der Umsetzung einer ambitionierten Klimapolitik unter Verwendung marktbasierter Ansätze zur Seite stehen.

Langfristige Betrachtung der Marktentwicklung

Für die Stiftung wurde ein Zeitrahmen von mindestens zehn Jahren festgelegt. Dank dieses großen Zeitrahmens kann die Stiftung Programme mit strategischen Faktoren fördern und sich auf Vorschläge konzentrieren, die einen innovativen Ansatz aufweisen. Programme, die gefördert werden, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen, die unter den Förderrichtlinien aufgelistet sind (einsehbar auf der Internetseite der Stiftung). Diese Richtlinien beinhalten vor allem auch die Finanzierbarkeit und das Emissionsminderungspotenzial. Ein gefördertes Programm muss jedoch ebenso ein großes Potenzial für eine langfristige nachhaltige Durchführung aufweisen, die zu dauerhaften Emissionsreduktionen mit hohem Übertragungspotenzial führt.

Alle von der Stiftung geförderten Programme müssen an die Klimapolitik des Gastgeberlandes angepasst sein und dazu beitragen, Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen. Darüber hinaus liegt ein besonderer Schwerpunkt der Stiftung auf den Ansätzen, die eine direkte Rolle in der nationalen Klimastrategie des Gastgeberlandes spielen. Dazu kann zum Beispiel die Umsetzung einer ambitionierten Klimapolitik gehören, die die Anwendung von marktbasierten Mechanismen fördert.

Die Anfänge der Stiftung

2013 wählte die Stiftung ihre ersten Förderinitiativen. Einzelheiten zu den unterstützten Programmen werden auf der Internetseite der Stiftung veröffentlicht. Die Stiftung unterstützt auch die Entwicklung standardisierter Baselines und hat kürzlich damit begonnen, das Potenzial des Kohlesektors in den Ländern Westafrikas zu analysieren. Unterstützung für die Entwicklung standardisierter Baselines ist weiterhin geplant.

Die Stiftung „Zukunft des Kohlenstoffmarktes“ startete ihren zweiten Bewerbungsaufruf im Februar 2014. Die Stiftung beabsichtigt, durchschnittlich zwei PoAs pro Jahr zu fördern. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt zwei Millionen Euro.


Auftragnehmer

KfW Bankengruppe

Weitere beteiligte Organisationen

Programmträger, Banken, Nicht-Regierungsorganisationen

Fördermittel

Diese Aktivität ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert diese Initiative auf der Grundlage einer Entscheidung des Deutschen Bundestages.

Zusätzliche Informationen

www.carbonmarket-foundation.org

Kontakt

KfW Bankengruppe

Nils Medenbach
E-Mail: Nils.Medenbach@kfw.de