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Stärkung der afrikanischen CDM-Pipeline

(Photo: Brot für die Welt/Flickr)
(Photo: Brot für die Welt/Flickr)

Das BMUB legt auf den afrikanischen Kohlenstoffmarkt bereits seit Jahren ein besonderes Augenmerk. Dieser befand sich schon während der Hochphase des CDM in einer problematischen Lage: In weiten Teilen Afrikas war der Aufbau der nötigen administrativen und technischen Kapazitäten besonders schwierig – immer wieder wurde in der Anfangsphase des CDM eine unausgeglichene geografische Verteilung der Projekte bemängelt. Der Mechanismus konzentrierte sich auf einige wenige Schwellenländer in Asien und Lateinamerika und fand in weiten Teilen Afrikas so gut wie keine Anwendung. Nur mühsam konnten die erforderlichen Kapazitäten aufgebaut werden. Diese technischen und administrativen Kapazitäten drohen nun durch die derzeitige Krise des globalen Kohlenstoffmarkts verloren zu gehen. Deren Erhalt ist jedoch von zentraler Bedeutung zur weitergehenden Erschließung von Minderungspotentialen in Afrika und eine Einbindung des Kontinents unter dem Paris Agreement.

Um dem Rückgang der mühsam entwickelten technischen und administrativen Kapazitäten in Afrika angesichts der aktuellen Krise entgegenzuwirken, unterstützt das BMUB eine Initiative von Climate Focus, Perspectives und AREA Group. Ziel des Projekts mit dem Titel „Strengthening the African CDM Pipeline” ist es, Wege zu identifizieren und zu erproben, wie die CDM-Kapazitäten Afrikas mittelfristig weiter genutzt und langfristig in die Architektur des Paris Agreement überführt werden können. Zur Bearbeitung dieser Fragestellung setzt das Projekt bei der internationalen Klimafinanzierung an und versucht, das Instrumentarium des CDM mit den Institutionen der internationalen Klimafinanzierung zu verbinden. Um Möglichkeiten zur Stärkung der afrikanischen CDM zu identifizieren, wurden Aktivitäten auf vier verschiedenen Ebenen umgesetzt.

So erarbeitete das Projektteam zum einen Vorschläge, wie der CDM und der Green Climate Fund stärker miteinander verknüpft werden können und wie der Dialog zur Verknüpfung von Marktmechanismen mit Institutionen der Klimafinanzierung befördert werden kann. Die hier erarbeiteten Vorschläge reichen von der Nutzung des CDM-Validierungssystems bei der Quantifizierung der Klimaschutzwirkungen von GCF-Projekten bis hin zur direkten Förderung von CDM-Aktivitäten durch Finanzmittel des Green Climate Fund. Ein weiterer Arbeitsstrang des Projekts befasste sich mit der Unterstützung einzelner CDM-Pilotaktivitäten bei deren Versuch, Zugang zu Klimafinanzierung zu erhalten. Die Stärkung des Bewusstseins für die positiven Beiträge des CDM in Afrika war ein weiterer Bestandteil des Projekts. Hierfür wurden öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und Policy Paper sowie weitere Print- und digitale Produkte genutzt. Darüber hinaus unterstützte das Projektteam politische Entscheidungsträger durch konzeptionelle Arbeiten zu der Frage, wie erfolgreiche Elemente des CDM in Art. 6 des Paris Agreement überführt werden können. Auch die Möglichkeiten für eine Fortführung von CDM-Aktivitäten unter Artikel 6 des Paris Agreement wurden dabei untersucht.

Das mittlerweile abgeschlossene Projekt hat während seiner Laufzeit mehrere Publikationen und Diskussionsbeiträge zur Verknüpfung des CDM mit dem Green Climate Fund (GCF) geliefert. Neben der technischen Analyse hat das Projekt den Dialog mit zentralen afrikanischen Akteuren angestoßen und diese mittels Side Events und Publikationen in die internationale Diskussion eingebunden. Auf praktischer Ebene hat das Projekt ausgewählte CDM-Projekte bei der Einwerbung von Klimafinanzierung unterstützt. So konnte auch aufgezeigt werden, über welche Möglichkeiten CDM-Projektentwickler bei der Sicherung ihrer Investitionen mittels Klimafinanzierung verfügen und welche Herausforderungen hiermit verbunden sind.

 

Projektergebnisse und Produkte:

Why linking the CDM with the GCF is a good idea

The Paris Agreement: The future relevance of UNFCC-backed carbon markets for Africa

Prospects for Africa's CDM activities under the Paris Agreement

Linking the Clean Development Mechanism with the Green Climate Fund: Models for scaling up mitigation action

Linking the Clean Development Mechanism with the Green Climate Fund: Insights from Practitioners and Decision Makers in Africa

Stärkung der afrikanischen CDM-Pipeline

Umsetzung: Climate Focus, B.V.

Weitere Beteiligte: Perspectives Climate Group GmbH, AERA Group    

Laufzeit: 2015-2017

Kontakt: Sandra Greiner, s.greiner@climatefocus.com