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Konzepte zur Umsetzung neuer oder Transformation vorhandener Marktmechanismen

(Photo: ADB/flickr)
(Photo: ADB/flickr)

Nachdem die internationalen Verhandlungen zu globalen Kohlenstoffmärkten lange Zeit wie festgefahren wirkten, ist mit der Verabschiedung des Paris Agreement wieder Dynamik in die Verhandlungen gekommen. Das Übereinkommen von Paris stellt jedoch lediglich den übergeordneten Rahmen dar, die Umsetzungsdetails für die Zeit nach 2020 müssen noch vereinbart werden. Insbesondere für die Verhandlungen im Bereich der internationalen Kohlenstoffmärkte stellt dies eine immense Herausforderung dar, denn anders als in manch anderem Bereich gibt es bisher keine Einigkeit über die genaue Funktionsweise der Mechanismen; eine ganze Reihe von unterschiedlichen Konzepten stehen nebeneinander. Zugleich ist weiterhin unklar, welche Rolle die bestehenden Mechanismen, insbesondere der CDM, unter dem neuen globalen Abkommen spielen könnten.

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt “Entwicklung von Konzepten zur Umsetzung von neuen oder Transformation von vorhandenen Marktmechanismen in ein neues UNFCCC-Klimaabkommen” vergeben, das von einem Konsortium aus Öko-Institut,  Stockholm Environment Institute und INFRAS umgesetzt wird. Das Vorhaben beschäftigt sich in größerer Tiefe mit Fragen des Übergangs von der Welt der Kyoto-Mechanismen zum neuen internationalen Regime des Paris Agreement. Untersucht werden insbesondere Fragen der Umweltintegrität zukünftiger Instrumente, beispielsweise: Wie können Minderungsleistungen korrekt erfasst, verbucht und mit den nationalen Klimaschutzzielen (NDCs) der Länder verrechnet werden, die solche Minderungsleistungen importieren und zur eigenen Zielerreichung nutzen wollen, beziehungsweise, wie können diese Minderungsleistungen ins Ausland transferiert werden? Dabei muss sichergestellt werden, dass die erfolgten Klimaschutzaktivitäten nicht mehrfach abgerechnet und so die Klimaschutzbeiträge der Länder ausgehöhlt werden. 

Zu Beginn des Projekts wurde eine Bestandsaufnahme der bisher eingereichten Nationally Determined Contributions (NDCs) durchgeführt und die Tauglichkeit der identifizierten NDC-Typen zur Nutzung von Marktmechanismen nach Art. 6 des Übereinkommens von Paris überprüft (das Diskussionspapier ist hier abrufbar). Anschließend wurden, unter Rückgriff auf die Ergebnisse des vorangegangen Arbeiten, Ansätze und Vorschläge für Bilanzierungsregeln erarbeiten, die die Nutzung von Emissionsminderungen zwischen Ländern mit ihren jeweiligen NDC-Typen unter Sicherstellung der Umweltintegrität ermöglicht (das Diskussionspapier ist hier abrufbar). In einem weiteren Arbeitsschritt untersuchte das Projektteam die unterschiedlichen Kooperationsansätze unter Art. 6 und analysierte deren wechselseitigen Beziehungen (das Diskussionspapier ist hier abrufbar). Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen die internationalen Diskussionen unterstützen und Eingang in den UN-Verhandlungsprozess finden.

Konzepte zur Umsetzung neuer oder Transformation vorhandener Marktmechanismen Auftragnehmer

Umsetzung: Öko-Institut e.V.

Weitere Beteiligte: Stockholm Environment Institute, INFRAS AG

Laufzeit: 2016-2018

Kontakt:Jakob Graichen, j.graichen@oeko.de