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Globaler Kohlenstoffmarkt

(Photo: Worldbank/Dana Smillie/flickr)
(Photo: Worldbank/Dana Smillie/flickr)

Marktbasierte Klimaschutzinstrumente können einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Sie bieten Flexibilität und ermöglichen es, Emissionen zuerst dort zu reduzieren, wo Einsparungen am kostengünstigsten zu erreichen sind. Darüber hinaus können sie zur Mobilisierung von klimafreundlichen Investitionen des Privatsektors beitragen.

Vor diesem Hintergrund unterstützt die Bundesregierung seit vielen Jahren Entwicklungsländer bei der Entwicklung marktbasierter Klimaschutzinstrumente und dem Aufbau der hierfür erforderlichen Kapazitäten. Im Rahmen dieser Aktivitäten hat das BMUB die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit der Durchführung des Projekts „Globaler Kohlenstoffmarkt” beauftragt. Das Projekt fördert den Aufbau von Kapazitäten öffentlicher Entscheidungsträger, um die Potenziale marktbasierter Instrumente für die Umsetzung nationaler Klimaschutzziele zu nutzen und die Privatwirtschaft einzubinden. Das Vorhaben umfasst darüber hinaus konzeptionelle Arbeiten zur Entwicklung neuer Marktmechanismen. Dabei arbeitet das Projekt mit den Partnerländern Tunesien, Chile, Uganda und Indien zusammen. Die Länder stehen jeweils vor sehr unterschiedlichen Herausforderungen:

Während sich die Aktivitäten in Tunesien auf den Zementsektor konzentrieren, steht in Chile die Ausgestaltung der Kohlenstoffsteuer und der schrittweise Übergang zu einem nationalen Emissionshandelssystem im Mittelpunkt. Das Projekt unterstützt die chilenischen Partner bei der Umsetzung dieser Vorhaben durch die Erstellung von Forschungsstudien sowie mittels Durchführung von Dialogforen, Konferenzen und Trainings. Öffentliche und private Entscheidungsträger sollen somit das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, um neue und bestehende marktbasierte Instrumente bei der Umsetzung nationaler Klimaschutzmaßnahmen nutzen zu können.

In Indien berät das Vorhaben das Umweltministerium zu Marktmechanismen und anderen Kooperationsformen unter dem Übereinkommen von Paris sowie zur Klimafinanzierung. Hierfür erstellt das Projektteam Machbarkeitsstudien und führt Marktanalysen durch. Das Projekt veranstaltet darüber hinaus auch Expertenworkshops  und technische Trainings, die zu einer stärkeren Einbindung des Privatsektors bei der Entwicklung von Klimafinanzierungsinstrumenten beitragen sollen. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf Corporate Social Responsibility und freiwilligen Kohlenstoffmärkten. Die Durchführung von überregionalen Konferenzen, wie der India Climate Policy and Business Conclave (ICPBC) stellt eine weitere zentrale Aktivität in dem Land dar.  

In Uganda hingegen hat das Projekt insbesondere die Verbesserung der Rahmenbedingungen für projektbasierte Marktmechanismen zum Ziel. Damit soll die bisher schwache Beteiligung Ugandas im internationalen Kohlenstoffmarkt gestärkt werden. Darüber hinaus werden Veranstaltungen zur Aufklärung und Weiterbildung öffentlicher Entscheidungsträger hinsichtlich Energie- und Klimathemen durchgeführt, welche von regelmäßigen Trainings zur Vorbereitung auf die UN-Klimaverhandlungen ergänzt werden. 

Ländermanagerprojekt Globaler Kohlenstoffmarkt

Umsetzung: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Weitere beteiligte Organisationen: Regionalzentrum für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Tunesien; Ministerium für Umwelt und Wasser (MWE) - Abteilung für Klimawandel, Uganda; Ministerium für Umwelt, Wälder und Klimawandel (MoEFCC), Indien; Energieministerium, Chile

Laufzeit: 2015–2018

Kontakt: Enrico Rubertus, enrico.rubertus@giz.de

Weitere Informationen: Website der GIZ