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Von Kyoto nach Paris: Ansätze zur Ausweitung des projektbasierten Ansatzes

(Photo: RobinT & Eddy Chang/flickr.com)
(Photo: RobinT & Eddy Chang/flickr.com)

Während die hohe Anzahl an Projekten und erzielten Emissionsreduktionen das Potenzial und die breite Akzeptanz der Kyoto-Mechanismen bezeugen, zeigen die identifizierten Schwächen den Reformbedarf auf. Zu den größten Kritikpunkten zählen die unausgewogene geographische Verteilung des CDM, die Subjektivität bei der Beurteilung der Zusätzlichkeit auf Projektebene sowie die Erkenntnis, dass ein sektoraler Wandel durch Einzelprojekte nicht ausgelöst werden kann.

Um die Anwendung insbesondere des  CDM auf bisher nicht erschlossene Sektoren und Regionen auszuweiten, sind zwei Reformansätze von besonderer Bedeutung: der programmatische Ansatz und die Einführung von Standards zum Festsetzen der Baseline und zum Nachweis der Zusätzlichkeit.

Mit diesen Ansätzen ist es mittlerweile möglich, eine Vielzahl kleinerer Projekte in einem Programm zu bündeln (Programmes of Activities – PoAs) und Bemessungsgrundlagen für die Ermittlung der Emissionsreduktionen nicht mehr rein projektspezifisch, sondern für einen ganzen Wirtschaftssektor festzulegen (Standardized Baselines).

Beides kann den bürokratischen Aufwand für jedes einzelne Projekt drastisch reduzieren und gleichzeitig die Umweltintegrität des Mechanismus sichern. Beide Ansätze können wegweisend sein für die Ausgestaltung neuer Klimaschutzmechanismen unter dem Übereinkommen von Paris, über die derzeit unter den UN verhandelt wird.

Programmes of Activities

Kleine Klimaschutzmaßnahmen können unter einem übergeordneten Programm zusammengefasst werden. Diese alternative Durchführungsart, die sowohl unter dem CDM als auch unter JI zur Verfügung steht, wird in diesem Bereich beschrieben. mehr lesen

Standardized  Baselines

CDM-Projekte müssen ein Referenzszenario zur Berechnung der Emissionsreduktionen festlegen und nachweisen, dass die Maßnahme nicht ohne den CDM durchgeführt worden wäre. Mit Standardisierten Baselines kann das Referenzszenario auf sektoraler Ebene festgelegt und eine Liste an Technologien bestimmt werden, die automatisch zusätzlich sind. mehr lesen