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Einführung

Solarkocher vor Wellblechhütten
(Photo: KfW Bildarchiv)

Der Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Er hat bereits jetzt dramatische Auswirkungen auf Gesellschaften in aller Welt. Ungeachtet dessen werden weltweit weiterhin Treibhausgase ausgestoßen. Ein Grund dafür ist, dass diejenigen, die Emissionen erzeugen, nicht für die Kosten des Klimawandels aufkommen müssen. Die Klimaschäden sind sogenannte externe Kosten, die nicht in die Kosten der produzierten Güter eingepreist sind.

Ein Preis auf Treibhausgasemissionen kann das ändern. Wenn für jede emittierte Tonne Treibhausgase ein angemessener Preis fällig würde, hätten Unternehmen und Konsumenten ein Signal, das ihnen hilft, den Klimaschutz bei ihren Produktions-, Investitions- und Konsumentscheidungen besser zu berücksichtigen. Ein Kohlenstoffpreis würde es auch ermöglichen, den Klimaschutz effizienter umzusetzen; denn ein Preissignal sorgt dafür, dass Emissionen zuerst dort eingespart werden, wo dies am kostengünstigsten ist. Je mehr Regionen von der Bepreisung erfasst werden, desto höher sind die zu erwartenden Effizienzgewinne. Zugleich sinkt das Risiko, dass emissionsintensive Wirtschaftsaktivitäten in Regionen verlagert werden, in denen noch keine Kosten für Treibhausgasemissionen anfallen.

Vor diesem Hintergrund strebt die Bundesregierung die schrittweise Schaffung eines globalen Kohlenstoffmarktes an, sodass Treibhausgasemissionen langfristig möglichst überall auf der Welt einen Preis erhalten. Mit dem am 4. November 2016 in Kraft getretenen Übereinkommen von Paris wurde eine neue Grundlage zur Etablierung neuer marktbasierter Klimaschutzmechanismen geschaffen, die ab 2020 zur Anwendung kommen sollen. Damit fungiert das Paris Agreement als neuer Bezugsrahmen bei den Anstrengungen, einen globalen Kohlenstoffmarkt zu etablieren.

Dieser Bereich der Website bietet detaillierte Einführungsinformationen zu marktbasierten Klimaschutzinstrumenten auf globaler Ebene. Er erläutert die grundlegende Funktionsweise von Marktmechanismen, blickt auf die unter dem Kyoto-Protokoll gesammelten Erfahrungen zurück und stellt die zentralen Bausteine des Paris Agreement vor, die bei der zukünftigen Nutzung und Entwicklung von Marktmechanismen als Referenzrahmen dienen werden.

Kohlenstoffmärkte entstehen, wenn marktbasierte Klimaschutzinstrumente ihre Wirkung entfalten und Kohlenstoffzertifikate gehandelt werden. Marktbasierte Klimaschutzinstrumente belegen den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen mit Kosten und tragen somit dazu bei, Klimaschutz effizient umzusetzen. Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Instrumente unterscheiden, die zur Schaffung von Kohlenstoffmärkten führen: Emissionshandelssysteme und Crediting-Systeme. mehr lesen

Das Übereinkommen von Paris bietet den Vertragsstaaten die Möglichkeit, bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzziele zusammenzuarbeiten. Die hierfür angelegten Kooperationsmechanismen sollen nicht nur die Umsetzung bestehender Klimaschutzziele erleichtern, sondern auch zur Steigerung der Ambition bei den zukünftigen Ziele führen. Die in Art. 6 des Übereinkommens von Paris verankerten Kooperationsmechanismen bilden die rechtliche Basis für marktbasierte Klimaschutzinstrumente. mehr lesen

Mit dem Kyoto-Protokoll wurden die ersten beiden international anerkannten Crediting-Mechanismen ins Leben gerufen: Joint Implementation (JI) und der Clean Development Mechanism (CDM). Insbesondere mit dem CDM, unter dem mittlerweile über 8000 Klimaschutzaktivitäten registriert wurden, konnten erste wichtige praktische Erfahrungen gesammelt werden. mehr lesen