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10. Africa Carbon Forum in Nairobi

Bundesumweltministerium unterstützt zahlreiche Workshops und Side Events

(Photo: MAKE IT KENYA PHOTO/STUART PRICE)
(Photo: MAKE IT KENYA PHOTO/STUART PRICE)

April 2018 - Das Africa Carbon Forum (ACF) wird im Rahmen der ersten Africa Climate Week vom 11. bis zum 13 April in Nairobi stattfinden und bringt privatwirtschaftliche Organisationen, politische Entscheidungsträger sowie Vertreter des öffentlichen Sektors zusammen. Ziel ist es, einen Informations- und Erfahrungsaustausch über internationale Antworten auf den Klimawandel zu ermöglichen. Das 10. Africa Carbon Forum (ACF) stellt dabei die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren in den afrikanischen Schlüsselsektoren (Energie, Landwirtschaft und Haushalte) in den Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Rolle zukünftiger Kohlenstoffmärkte bei der Umsetzung eines verbesserten Klimaschutzes sowie der Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) gelegt werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) organisiert hierfür zusammen mit GIZ, Climate Focus, UNFCCC und Perspectives mehrere Workshops/Events während des ACF. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, mit den afrikanischen Partnern einen Austausch über zentrale Aspekte zu ermöglichen, darunter Fragen zur Umsetzung der NDCs und eines möglichen Beitrags marktbasierter Ansätze hierbei sowie die Stärkung der institutionellen und politischen Rahmenbedingungen zur Umsetzung nationaler Klimaschutzziele in den Partnerländern. Im Folgenden finden Sie weitere Details zu den vom BMU geförderten Veranstaltungen.

Workshop "South-South collaboration for NDC implementation", Mittwoch, 11. April 2018

Dieser Workshop informiert über die Schlüsselrolle der Süd-Süd-Kooperation zur Umsetzung der NDCs in Afrika und stellt einige Initiativen vor, die derzeit auf dem Kontinent umgesetzt werden. Der Workshop gliedert sich in eine Keynote-Präsentation mit anschließender Podiumsdiskussion und wird von UNFCCC RCC Lomé, RCC Kampala, der Weltbank und der West African Alliance on Carbon Markets and Climate Finance (WA Alliance) organisiert. Ziel des Workshop ist es, Daten über laufende Initiativen zu zusammenzutragen, gemeinsames Lerneffeke zu erzielen und die gewonnenen Erkenntnisse zu dokumentieren. Weiterhin soll das künftige Engagement der WA Alliance geplant werden.

Side Event “Pilot Projects for Developing and Testing Article 6 Carbon Financing Mechanisms to Support Energy Efficiency and Renewable Energy in the SADC Region”, Donnerstag, 12. April 2018

Im Rahmen des Side Events werden die Ergebnisse von zwei Projekten vorgestellt, die von der GFA Consulting Group GmbH und dem UN-Klimasekretariat gemeinsam umgesetzt werden und das Ziel verfolgen, die Nutzung der Kohlenstoffmärkte zur Erzeugung einer Hebelwirkung im Kapitalmarkt voranzutreiben. Die Finanzierung kann dabei über nationale oder regionale Kooperationsprogramme im Energiesektor erfolgen, um durch Finanzierungsinstrumente, Klimafinanzierung, ergebnisbasierter Zahlungen (RBF) und/oder marktorientierte Ansätze die Ambition in der Region zu steigern. Das erste Projekt setzt sich mit Energieverlusten im Stromnetz in Sub-Sahara Afrika auseinander, die von industriellen Stromverbrauchern aufgrund des geringen Leistungsfaktors verursacht werden. Das zweite Projekt nutzt den für das südafrikanische Stromnetz (SAPP) neu berechneten Grid Emission Factor (GEF) als Grundlage für die Entwicklung von Klima- bzw.  Kohlenstofffinanzierungsinstrumenten, mit deren Hilfe die Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbarer Energien in den SAPP-Mitgliedsstaaten erhöht werden sollen. Es zeigt, wie bereits bestehende Baseline-Methoden für ergebnisbasierte Zahlungen in regionalen Programmen angewendet werden können, um die Zusätzlichkeit nachzuweisen oder MRV-Verfahren festzulegen.

Workshop "Preparing Africa for the Article 6 of the Paris Agreement: a role for the West African Alliance on Carbon Markets and Climate Finance", Freitag, 13. April 2018

Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen die Vorbereitung Afrikas auf die Umsetzung von Artikel 6 des Pariser Abkommens sowie die Frage, wie die hierfür erforderliche Unterstützung mobilisiert werden kann. Darüber hinaus werden die laufenden Aktivitäten der WA-Allianz vorgestellt. Der Workshop umfasst hochrangige Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion und richtet sich an die Abgeordnete afrikanischer Länder und Entwicklungspartner. Der Workshop verfolgt das Ziel, einen offenen Austausch zu fördern und die Umsetzung von Maßnahmen anzuregen, um eine reibungslose und rasche Umsetzung der in Artikel 6 angelegten Instrumente in Afrika zu gewährleisten.

Workshop "Enhancing climate action in Africa; defining the needs and priorities for the region in the transition from Kyoto to Paris Agreement ", Freitag, 13. April 2018

Der Workshop ziel darauf ab, zuständige nationale Behörden (DNAs) und UNFCCC-Focal Points in Afrika zusammenbringen, um über den Bedarf und die Schwerpunktsetzung beim Einsatz marktbasierter Instrumente zu diskutieren, mit denen die Länder bei der Umsetzung ihrer NDCs unterstützt werden sollen. Der Workshop wird von der Initiative Globaler Kohlenstoffmarkt, GIZ Uganda, BMU, UNFCCC und RCC Kampala organisiert. Ziel des Workshops ist es, das Verständnis für die Rolle der DNAs in der Übergangsphase von Kyoto nach Paris zu verbessern sowie spezifische Kapazitätslücken hinsichtlich des Einsatzes von Marktinstrumenten gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens zu identifizieren. Darüber hinaus sollen Erfahrungen aus der regionalen Zusammenarbeit zur Unterstützung der Länder bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzziele zusammengetragen werden.

Side-Event "The role of programmatic approaches for Article 6 mechanisms and results-based climate finance in Africa", Freitag, 13. April 2018

Im Rahmen dieses Side-Events soll diskutiert werden, wie programmatische Ansätze aus dem CDM sowohl für die laufenden Verhandlungen über das Artikel 6-Regelwerk des Pariser Abkommens als auch für die ergebnisbasierte Klimafinanzierung genutzt werden können. Die von der PoA Working Group organisierte Veranstaltung stellt eine Analyse über den aktuellen Stand der Artikel 6-Verhandlungen zur Rolle programmatischer Ansätze vor, unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen mit PoAs in Afrika. Dabei werden insbesondere die folgenden Fragen beleuchtet: Wie kann das Upscaling-Potenzial registrierter PoAs mobilisiert werden? Und von welchen Erkenntnissen der PoAs können die künftigen erweiterten Akkreditierungsmechanismen im Rahmen des Pariser Abkommens profiteren?

Ergänzend zu dem offiziellen Programm sollen mehrere Treffen zwischen der West African Alliance on Carbon Markets and Climate Finance und Entwicklungspartnern stattfinden, um Möglichkeiten für Synergien und Kooperationen auszuloten. Diese Treffen werden von den Partnern der Allianz organisiert, darunter die West African Development Bank (BOAD), das UNFCCC Regional Collaboration Centre Lomé, Enda Energie, das BMU und Climate Focus. Die Westafrikanische Allianz wird ihre Partner ebenfalls zusammenbringen, um die für 2018 geplanten Fortschritte bei ihren Aktivitäten zu überprüfen. Darüber hinaus wird das Technische Komitee der Westafrikanischen Allianz eine Sitzung abhalten. Das Kommitte wird dabei die Vorschläge der Mitgliedsländer für Unterstützungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf Artikel 6 auswerten.

Des Weiteren soll ein Treffen stattfinden, bei dem eine Concept Note der East African Alliance on Carbon Markets and Climate Finance diskutiert wird. Ziel des Treffens ist es, den Entwurf der Ostafrikanischen Allianz mit Regierungsbeamten und den UNFCCC Focal Points aus den ostafrikanischen Ländern zu erörtern und Länder in der Region zur Unterstützung zu bewegen. Darüber hinaus sollen Aspekte der Umsetzung diskutiert werden, diese betreffen unter Anderem die Struktur, die Mitgliedschaft, die Rolle der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) und der regionalen Institutionen, die Beteiligung der Mitgliedstaaten, die vorgeschlagenen Aktivitäten und spezifische Bereiche für technische Hilfe. Das Treffen wird vom Sekretariat der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC), der Initiative Globaler Kohlenstoffmarkt, GIZ Uganda, BMU und Climate Focus organisiert.

Weiterführende Informationen

Programm für die Africa Climate Week und das Africa Carbon Forum

 

Hinweis: Das Programm ist nur in englischer Sprache erhätllich.