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Bundesumweltministerium unterstützt CPLC mit zwei Millionen Euro

(Photo: Ryan Rayburn/flickr)
(Photo: Ryan Rayburn/flickr)

Januar 2018 – Mit einer Förderung von zwei Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung die von der Weltbank 2015 ins Leben gerufene Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC). Die CPLC stärkt den weltweiten Dialog zur Einführung von Preisen auf Kohlenstoffdioxid als kosteneffektives Politikinstrument. Die CPLC wird international als wichtiges Forum zur Bepreisung von Treibhausgasen wahrgenommen und als Dialogplattform von verschiedenen Akteuren genutzt. An der Initiative beteiligen sich bereits über 25 nationale und regionale Regierungen, mehr als 150 Unternehmen und über 30 strategische Partner, wie zum Beispiel Universitäten und Nichtregierungsorganisationen. Somit hat sich die CPLC zu einem wichtigen Partner Deutschlands im Bereich Carbon Pricing entwickelt.

Seit Gründung des Bündnisses wurden diverse Maßnahmen angestoßen, um die Bepreisung von Treibhausgasen weltweit voranzutreiben: So veranstaltete die CPLC unter anderem hochkarätige Politikdialoge zur Förderung des Erfahrungsaustauschs, veröffentlichte Studien zu technischen Fragen der Umsetzung von Carbon Pricing-Politiken und unterstützte die Privatwirtschaft bei der Ausgestaltung von Minderungsmaßnahmen. Eine Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Veröffentlichung des ersten Berichts der High-Level Commission on Carbon Prices. Unter dem Vorsitz von Joseph Stiglitz und Lord Nicholas Stern hatte eine Gruppe hochrangiger Wissenschaftler den möglichen Beitrag von Carbon Pricing bei der Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris untersucht und die für eine Dekarbonisierung erforderlichen CO2-Preiskorridore identifiziert.

„Effektive CO2-Preise sind erforderlich, um Anreize für Investitionen und Innovationen in CO2-arme Infrastruktur und Technologien zu setzen. Ein Preis auf CO2 kann dazu beitragen, dass das Ziel des Pariser Übereinkommens, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, erreicht wird.“, so Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

In den kommenden Jahren möchte die CPLC ihre Aktivitäten in Bezug auf die Einführung von CO2-Preismaßnahmen weiter intensivieren, um die erfolgreiche Umsetzung des Pariser Abkommens sicherzustellen. Auch möchte das Bündnis verstärkt mit jenen Wirtschaftssektoren zusammenarbeiten, in denen CO2-Minderungen schwer zu erzielen sind, wie dem Schifffahrtssektor. Auch hier sollen ungenutzte Potenziale durch Carbon Pricing realisiert werden. Des Weiteren werden Pilotkonzepte in Ländern, Regionen und Sektoren entwickelt, die eine Vorreiterrolle bei der Einführung für Preise auf Kohlenstoff spielen könnten.

Mit der jetzigen Einzahlung verfolgt Deutschland das Ziel, aktiv die Ausweitung, Entwicklung und Umsetzung von preisbasierten Klimaschutzinstrumenten zu unterstützen. Die finanziellen Mittel werden hauptsächlich verwendet, um die Kooperation mit afrikanischen Partnerländern und –unternehmen zu stärken. Dabei sollen die spezifischen Herausforderungen und Chancen von Carbon Pricing in Afrika identifiziert werden, um Minderungspotenziale erschließen zu können.