Skip to main navigation Skip to main content

Verlässliche Transfers von Minderungsbeiträgen

Neue Studie zur Umweltintegrität des Paris Agreement

(Photo: Possan/flickr)
(Photo: Possan/flickr)

September 2016 – Mit der Verabschiedung des Übereinkommens von Paris im Dezember 2015 haben sich die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) unter anderem auf neue Nutzungsformen von Marktmechanismen auf internationaler Ebene geeinigt. Artikel 6.2 des Pariser Abkommens erlaubt den Vertragsparteien die Übertragung von international transferierbaren Klimaschutzbeiträgen (ITMOS ) durch die Nutzung von bi- oder multilateralen Zusammenarbeitsformen (sogenannte cooperative approaches). Artikel 6.4  bildet das Fundament für einen von der UNFCCC gesteuerten Mechanismus (zumeist als Sustainable Development Mechanism – SDM - betitelt), welcher die Verringerung von Treibhausgasen sowie eine nachhaltige Entwicklung befördern soll. Beide Ansätze ermöglichen die Übertragung von Minderungsleistungen, die von den jeweiligen Vertragsparteien genutzt werden können, um die individuell zugesagten Klimaschutzbeiträge (NDCs) im Rahmen der Pariser Vereinbarung zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund analysiert ein neues JIKO Policy Paper die mit den neuen Ansätzen potentiell einhergehenden Risiken für die Umweltintegrität und gibt einen Überblick über Optionen der Risikominimierung. Die Analyse zeigt, dass einige der Umweltintegritätsrisiken auf technischer Ebene angegangen werden können. Dies bezieht sich unter anderem auf die Risiken von jenen Klimaschutzbeiträgen, die unwirksam oder nicht von Dauer sind, wie bspw. Carbon Leakage und Rebound-Effekte. Hier sollten verlässliche Vorkehrungen zur Messung, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) festgelegt  werden. Andere Risiken sind schwieriger zu adressieren, ohne die neue und offenere Strukutr des Paris Agreement anzutasten.