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Der freiwillige Kohlenstoffmarkt nach Paris

Neues Policy Brief diskutiert die „Identitätskrise“ von Standards zur freiwilligen Emissionskompensation

(Photo: Magharebia/flickr)

Januar 2017 - Immer mehr Unternehmen und Konsumenten wollen einen Teil ihres CO2-Fußabdrucks kompensieren. In den vergangenen Jahren hat sich hierfür ein eigener Markt gebildet. Eine Reihe von freiwilligen CO2-Kompensationsstandards sind so entstanden.

Die Ursprünge dieser Mechanismen liegen in der Welt des Kyoto-Protokolls. Dort hatten nur die Industrieländer quantifizierte und rechtlich verbindliche Klimaschutzziele. Für Entwicklungsländer gab es solche Verpflichtungen nicht. Das Übereinkommen von Paris verändert nun diese Rahmenbedingungen weitreichend: Es sind nun alle Länder dazu verpflichtet, nationale Klimaschutzziele, die sogenannten nationally determined contributions, zu formulieren und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Dieser grundsätzlich andere internationale Rechtsrahmen stellt freiwillige Kompensationsstandards vor eine große Herausforderung. Wenn es den Standards nicht gelingt, ihre Geschäftsmodelle der neuen Regimearchitektur anzupassen, könnte dies zu Lasten ihrer eigenen Legitimation und Glaubwürdigkeit gehen.

Das nun erschienene JIKO Policy Brief legt diese Herausforderung genauer dar und diskutiert die „Identitätskrise“ des freiwilligen Marktes.