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Die Sicherstellung der sozialen und ökologischen Integrität

Studie vergleicht Nachhaltigkeitsanforderungen ausgewählter Marktmechanismen und multilateraler Institutionen

(Photo: The World Bank/Carbon Finance Unit)

Dezember 2014 – Die erfolgreiche Umsetzung des 2-Grad-Ziels muss von Entwicklungen begleitet werden, die eine nachhaltige Wirtschaftsweise, eine gesunde Umwelt und nachhaltige Gesellschaften gewährleisten. Nachhaltige Entwicklung für eine Welt, die für alle da ist, ist daher ein wesentlicher Baustein für den erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel. Der Clean Development Mechanism (CDM) ist ins Leben gerufen worden, um genau diese beiden Aspekte abzudecken: Zum einen, um kostengünstige Treibhausgaseinsparungen zu erzielen, zum anderen, um Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, auf Grundlage ihrer nationalen Entwicklungsprioritäten und –Strategien Nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Die Erfüllung des zweiten Ziels stellte sich jedoch als problematisch heraus. In der Literatur über die Beiträge des CDM zu Nachhaltiger Entwicklung sind über die Jahre die Stärken und Schwächen der von den Gastgeberländern genutzten Ansätze zur Nachhaltigkeitsbeurteilung identifiziert und analysiert worden. Dabei wurde bemängelt, dass das derzeitige System aufgrund fehlender transparenter Nachhaltigkeitskriterien vieler Gastgeberländer schwach ist, dass es Fälle von registrierten CDM-Projekten ohne Nachhaltigkeitsbeiträgen oder negativen Auswirkungen gibt und dass keine Anforderungen und Verfahren zur Messung, Berichterstattung und Verifizierung vorhanden sind, mit denen überprüft werden kann, ob die beabsichtigten Nachhaltigkeitsbeiträge tatsächlich erzielt werden.

In Reaktion auf die Kritik, der CDM trage nicht wesentlich zu Nachhaltiger Entwicklung bei, entwickelte das CDM Executive Board im Jahr 2012 das freiwillige Tool zur Beschreibung der positiven Nebeneffekte von CDM-Projekten bzw. -Programmen auf Nachhaltige Entwicklung (SD-Tool). Es wurden jedoch einige Schwachstellen in der Ausgestaltung des SD Tool festgestellt, die verhindern, dass das Tool als robuster Ansatz zur Sicherstellung der CDM-Beiträge zu Nachhaltiger Entwicklung genutzt werden kann. Das CDM High Level Panel on the CDM Policy Dialogue, beispielsweise, empfahl die Stärkung des jetzigen Systems zur Nachhaltigkeitsbeurteilung von CDM-Projekten durch die Einführung von Vorgaben zur Berichterstattung, zum Monitoring und der Verifizierung von Nachhhaltigkeitswirkungen. Letztere deckt das Tool in seiner derzeitigen Version nicht ab.

Vor diesem Hintergrund beauftragte das Bundesumweltamt (UBA) das Wuppertal Institut und die UNEP DTU Partnership (ehemals UNEP Risoe Centre) mit der Umsetzung des Forschungsvorhabens „Bewertung und Entwicklung von Vorschlägen zu dem Nachhaltigkeitstool des CDM-Exekutivkomitees unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsanforderungen anderer flexibler Mechanismen“. Die Studie stellt die Ergebnisse des ersten Arbeitspakets dar, in dem die Nachhaltigkeitsanforderungen ausgewählter flexibler Mechanismen und multilateraler Standards beurteilt und ausgewertet wurden.

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Mapping the Indicators - An Analysis of Sustainable Development Requirements of Selected Market Mechanisms and Multilateral Institutions