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Das Transformative Potenzial des Neuen Marktmechanismus

JIKO Policy Paper 01/2015

Männer in Warnwesten und Helmen begutachten Solarpaneele
(Photo: Beyond Zero Emissions/flickr.com)

März 2015 - Es ist unumstritten, dass effektiver Klimaschutz, also eine Stabilisierung der globalen Erwärmung unter 2°C über vorindustriellem Niveau, eine fundamentale Transformation der globalen Wirtschaftssysteme erfordert. Auch Kohlenstoffmärkte können hier einen Beitrag leisten. So fordert die EU für den unter UNFCCC definierten Neuen Marktmechanismus (NMM), dass dieser „die Transition zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaftsweise unterstützen und zusätzliche internationale Investitionen anreizen solle.“ In dem nun veröffentlichten Policy Paper diskutieren die Autoren, welchen Beitrag zu transformativem Wandel der NMM leisten könnte und wie er ausgestaltet werden müsste, um sein Potenzial voll zu entfalten.

Die Analyse zeigt, dass der Teufel im Detail der Regelung des Instrumentes steckt. Fragen wie die Zuteilung der Zertifikate können die Anreizstruktur und somit auch das transformative Potenzial maßgeblich beeinflussen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Bepreisung von Treibhausgsemissionen zwar notwendig ist, aber kein Allheilmittel um alle Formen von Marktversagen zu beseitigen, die erst zur Entstehung der derzeitigen nicht nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme geführt haben. Ein NMM sollte deshalb komplementär zu anderen nationalen Politikmaßnahmen designt und eingeführt werden.