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Solidarität und Effizienz – Neue Chancen für EU-interne Marktmechanismen

zwei Männer in Blaumann und Helm in Reaktorhalle
(Photo: Sasol/mediaclubsouthafrica.com)

April 2015 - Die Kohlenstoffmärkte sind weitgehend zum Erliegen gekommen. Die mangelnde Nachfrage und die Unsicherheit, welche Rolle die Märkte im neuen Klimaabkommen spielen werden, hat zahlreiche Projekte in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht, die sich bereits in der Umsetzungsphase befinden.

Um die Klimaschutzbeiträge dieser Projekte zu sichern, treten derzeit institutionelle Käufer auf den Plan. Wir berichten in dieser Ausgabe über zwei Initiativen, die diese gefährdeten Projekte unterstützen: die norwegische Regierung kauft Zertifikate aus Projekten, deren Gefährdung sie kriteriengestützt überprüft hat (siehe Beitrag „Käufer kontert Krise“). Die Weltbank konzentriert sich auf Projekte, die Methan reduzieren, und wird dazu mit finanziellen Mitteln verschiedener Geber aus Europa und Nordamerika im Juni eine Auktion durchführen (vgl. „Weltbank gibt Auswahlkriterien für Ankaufprogramm bekannt“ siehe Seite 26 in diesem Heft).

Diese Aktivitäten können natürlich die Marktkrise nicht überwinden. Auf der anderen Seite spiegeln sie das Interesse insbesondere der Industrieländer an marktbasierten Instrumenten in der Klimapolitik. Ende des Jahres werden wir wissen,
ob sich dies Interesse auch in das neue Klimaabkommen übersetzen lässt.