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Auf dem Weg zu einem integriertem Ansatz bei der Bewertung von Nachhaltiger Entwicklung

Neue Studie empfiehlt Weiterentwicklung des CDM Sustainable Development Tool

Frau in blauem Shalwa hält eine Lampe in die Kamera
(Photo: d.light)

September 2015 – Die erfolgreiche Umsetzung des 2-Grad-Ziels muss von Entwicklungen begleitet werden, die eine nachhaltige Wirtschaftsweise, eine gesunde Umwelt und nachhaltige Gesellschaften gewährleisten. Nachhaltige Entwicklung für eine Welt, die für alle da ist, kann daher als ein wesentlicher Baustein für den erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel betrachtet werden.

Aufgrund der für Ende des Jahres erwarteten Verabschiedung eines neuen Klimaschutzabkommens haben einige Entwicklungsländer bereits mit der Vorbereitung und Entwicklung ihrer Klimapolitiken begonnen. Die Beiträge zu Nachhaltiger Entwicklung, die durch den Clean Development Mechanism (CDM) und neue Marktmechanismen erzielt werden, könnten in der Tat über das Potenzial verfügen, die Bedürfnisse von Entwicklungsländern sowohl hinsichtlich Nachhaltiger Entwicklung als auch im Bereich des Klimaschutzes zu befriedigen. Hierfür stellt das CDM Sustainable Development Tool (SD-Tool) einen ersten Schritt in Richtung eines global anwendbaren Standards unter einer internationalen UN-Einrichtung dar. In seiner jetzigen Form sieht sich das Sustainable Development Tool jedoch mit einigen Schwachstellen konfrontiert, welche dessen Nutzbarkeit bei der aussagekräftigen Beurteilung der möglichen Auswirkungen eines CDM-Projekts auf Nachhaltige Entwicklung begrenzen.

Vor diesem Hintergrund beauftragte das Bundesumweltamt (UBA) das Wuppertal Institut und die UNEP DTU Partnership (ehemals UNEP Risoe Centre) mit der Umsetzung des Forschungsvorhabens „Bewertung und Entwicklung von Vorschlägen zu dem Nachhaltigkeitstool des CDM-Exekutivkomitees unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsanforderungen anderer flexibler Mechanismen“. 

In dem ersten Arbeitspaket des Projekts wurden die Vorgaben zu Nachhaltiger Entwicklung von ausgewählten flexiblen Mechanismen und multilateralen Standards ausgewertet und verglichen. Das zweite Arbeitspaket umfasste einen Literaturüberblick und Interviews mit ausgewählten Gastgeberländerregierungen, Projektentwicklern und Käufern zur Anwendbarkeit des SD-Tools. In dem vorliegenden Bericht (Arbeitspaket 3) greift das Projektteam die Ergebnisse aus den beiden vorherigen Arbeitspaketen erneut auf und fasst sie zusammen. Der Bericht entwickelt strukturierte Empfehlungen für die Weiterentwicklung des SD-Tools, aufgeteilt in einfacher umzusetzende Verbesserung und in Maßnahmen, die das SD-Tool in ein solides System zur Beurteilung von Auswirkungen auf Nachhaltige Entwicklung verwandeln. In einem letzten Schritt geben die Autoren einen Ausblick auf Möglichkeiten zur Nutzung der Erfahrungen und Empfehlungen bei der Weiterentwicklung des Tools hin zu einer global einheitlichen, flexiblen Beurteilung von Klimaschutzmaßnahmen für Nachhaltige Entwicklung.

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Reforming the CDM SD Tool - Recommendations for improvement