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Weiterführung von Industriegas-Projekten könnte entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz bis 2020 leisten

Neue BMUB-Studie unterstreicht die Bedeutung eines funktionierenden Kohlenstoffmarkts und die Vorteile der Projektmechanismen des Kyoto-Protokolls

Juni 2014 - Die weitere Durchführung bereits implementierter CDM- und JI-Projekte ist durch die fehlende Nachfrage nach CERs und ERUs in Frage gestellt. Insbesondere die Projekte, die vollkommen oder zum großen Teil ihrer Finanzierung auf den Verkauf von Emissionszertifikaten angewiesen sind, sind betroffen.

Die vorliegende Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erstellt wurde, analysiert die Folgen für die Industriegasprojekte (HFC23 und N2O) der CDM- und JI-Projekte.

Die Studie berücksichtigt aber auch, dass neben den durch die Kyoto-Mechanismen erfassten Emissionen, zahlreiche Emissionsquellen neu entstehen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass etwa 7.5 Gt Kohlendioxidäquivalente in Entwicklungsländern, Russland und der Ukraine zu durchschnittlichen Kosten von 0.47 EUR / t CO2e vermieden werden können. Diese Maßnahme alleine würde zu einer Verringerung der für 2020 berechneten globalen Emissionsminderungslücke 8-12 Gt CO2e in Höhe von 3-5% führen.

Die Betriebskosten für bereits realisierte HFC23- und N2O-Projekte sind sehr gering. Die technischen Vermeidungskosten betragen ca. 0.06-0.07 EUR / t CO2e. Der potenzielle Minderungsbeitrag beträgt etwa 160 Mio. t CO2e bzw. ein Drittel des Vermeidungspotenzials dieses Projekttyps.

Die Ergebnisse sind im Hinblick auf das Emissionsminderungspotenzial und die Kosten dieser Projekte ermutigend. Die Frage, wie die Weiterführung dieser Projekte gesichert werden kann, gehört auf die Tagesordnung der internationalen Klimapolitik.